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Die größte Barockkirche Spaniens: die Basílica del Pilar in Saragossa

Die „schönsten Wochen des Jahres“ wurden akribisch durchgeplant? Die Ferienwohnung in Spanien ist gemietet und einige Tagesausflüge wurden bereits auf die To-Do-Liste aufgenommen? Wunderbar! Diejenigen, die ihre Ferien in der Nähe von Saragossa verbringen, sollten sich unter anderem einen Besuch in der größten Barockkirche des Landes nicht entgehen lassen. 

Saragossa ist die Hauptstadt von Aragonien in Spanien. An diesem Ort begeistern nicht nur die Altstadt und die Freundlichkeit der Menschen, sondern auch der Hauch von Geschichte, der durch die – teilweise verwinkelten – Gassen fegt. 

In vielen Bereichen wirkt besagte Altstadt ein wenig verlassen. Dies liegt daran, dass viele Menschen sich im Laufe der Zeit dazu entschlossen haben, lieber am Stadtrand in moderneren Wohnanlagen zu leben und hier beispielsweise ihrer Arbeit in größeren Unternehmen nachzugehen.

Vielleicht handelt es sich dabei jedoch um einen der Aspekte, der die Altstadt von Saragossa so beliebt macht? Unter anderem zieht es nach wie vor zahlreiche Touristen in die dortigen Restaurants und Bars.

Die Basílica del Pilar als das „Herzstück“ der Altstadt

Im nördlichen Teil der Altstadt steht die Hauptsehenswürdigkeit der Region. Die Basílica del Pilar ist das Wahrzeichen Saragossas und unter anderem auch eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. 

Das Bauwerk trägt übrigens eigentlich den vollen Namen „Cathedral-basílica de Nuestra Señora del Pilar de Zaragoza“. Es handelt sich hierbei um eine römisch-katholische Kirche, die – zumindest in der heutigen Form - zu Zeiten des Barocks entstanden ist. Die Geschichte des Bauwerks geht jedoch weit zurück in die Vergangenheit.

Die Kirche wurde zu Ehren der Jungfrau Maria gebaut. Der Mutter Gottes wurde unter anderem durch einen in das Bauwerk integrierten Pfeiler ein besonderes Denkmal gesetzt. 

Hier ist die Szene aus der Bibel dargestellt, in der die Jungfrau Maria dem Apostel Jakobus erschienen sein soll. 

Viele glauben, dass Jakobus so viele Menschen wie möglich zum Christentum bewegen wollte. Als der große Erfolg ausblieb, soll der Apostel verzweifelt sein. In Saragossa sei ihm dann die Jungfrau Maria erschienen und habe ihm Hilfe zugesichert.

Der Pfeiler als Herzstück der Kirche

Um den Pfeiler, an dem die Mutter Gottes damals erschienen sein soll, wurde nach und nach die Kirche errichtet. 

Zunächst wurde an der Säule eine kleine Kapelle gebaut. Danach entstand zunächst eine romanische Kirche, die nach einem Brand in der Mitte der 430er Jahre schwer beschädigt wurde. Danach wurde sie erneut im gotischen Stil errichtet.

Die barocke Architektur geht auf die Erweiterung des Gebäudes in der Zeit zwischen 1681 und 1754 zurück. Letztendlich waren es auch genau diese Baumaßnahmen, die dem Gebäude zu seiner stattlichen Höhe von 130 Metern und knapp 70 Metern Breite verhalfen. Des Weiteren wurde das Gesamtkonstrukt um mehrere Kuppeln ergänzt. 

Die besondere Bedeutung der Mutter Gottes in Saragossa

Die Mutter Gottes, die Heilige Jungfrau Maria, spielt für viele Menschen in Spanien, jedoch besonders in der Stadt Saragossa eine wichtige Rolle. Um dieses Phänomen ein wenig genauer beleuchten zu können, braucht es einen etwas tieferen Einstieg in die Geschichte bzw. in die Glaubensgeschichte der Menschen. 

Am 2. Januar 40 n. Chr. soll die Jungfrau Maria dem Apostel Jakobus dem Älteren erschienen sein, als dieser sich verzweifelt an Gott wandte, um mehr Menschen zum Glauben bekehren zu können. 

Das Besondere: diese Marienerscheinung soll die erste (und bis jetzt einzige) Erscheinung überhaupt sein, die noch zu Lebzeiten der „Mutter Gottes“ stattfand. Alle weiteren Erscheinungen, wie zum Beispiel in Lourdes und an anderen Wallfahrtsplätzen, fanden deutlich später statt. 

Wie wichtig die Jungfrau Maria für spanische Gläubige ist, zeigt auch ein weiteres Detail: das Patronatsfest der Jungfrau Maria wird am 12. Oktober zelebriert. Dieser Tag ist gleichzeitig spanischer Nationalfeiertag. 

Im Rahmen der entsprechenden Feierlichkeiten werden jedes Jahr Blumenteppiche und -gestecke vor dem Platz der Basílica del Pilar abgelegt.

Ein weiteres, spannendes Detail: durch die Säule und die dazugehörige Geschichte ist der Vorname „Pilar“ in Spanien - und vor allem in Saragossa - äußerst beliebt.

Die Basílica del Pilar und ein Blick auf ihre Architektur

Auch abseits von Marienerscheinungen und Aposteln übt die Basílica del Pilar  eine große Faszination auf die Menschen aus. 

Hierfür ist unter anderem auch die beeindruckende Architektur des Bauwerks verantwortlich.

Gerade die Türme der Basilika werden schnell zu einem besonderen Highlight bei einem Städtetrip durch die Stadt. Wer möchte, kann sogar einen Schritt in das Innere wagen. Denn: die Türme sind für tägliche Besichtigungen frei und können bestiegen werden.

Einen besonderen Vorteil stellt es in diesem Zusammenhang dar, dass die meisten Höhenmeter mit einem Aufzug zurückgelegt werden können. Nur die letzten Meter müssen anschließend zu Fuß erklommen werden. 

Oben angekommen, erwartet den Besucher eine herrliche und einmalige Aussicht auf die Stadt und den Plaza del Pilar.

Aufgrund der zahlreichen Facetten, die durch das wohl bekannteste Gebäude in Saragossa angesprochen werden, empfiehlt sich ein Besuch nicht nur für gläubige Menschen. Vielmehr dürften hier unter anderem alle Touristen auf ihre Kosten kommen, die sich für einen Mix aus Kultur und Architektur interessieren. Wer dementsprechend einen Ferienhaus Urlaub in der Nähe verbringt, ist gut beraten, mindestens einen Tagestrip nach Saragossa einzuplanen. Nach einem Besuch an der Kirche steht sicherlich auch einem kleinen Bummel durch die Altstadt nichts im Wege. Diese versprüht einen ganz eigenen Charme und zeigt auf, dass es nicht immer die „großen Touristenhochburgen“ sein müssen, wenn es darum geht, die Wünsche der Urlauber im Zusammenhang mit neuen Eindrücken zu befriedigen. 

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