Länder Guide Pietrasanta

Pietrasanta gehört zur Provinz Lucca, welche in der nördlichen Toskana liegt. Die italienische Kleinstadt hat ca. 25.000 Einwohner und ist nur 30 km von Pisa entfernt.

Eingefasst von den Apuanischen Alpen und dem Mittelmeer liegt Pietrasanta in malerischer Umgebung.

Das Herzstück der 1255 gegründeten Stadt ist zweifelsohne die Piazza del Duomo oder der Domplatz. Von dort aus erstreckt sich das historische Zentrum im Schachbrettmuster.

Drei verschiedene Stadtstaaten herrschten im Mittelalter über Pietrasanta - Genua, Lucca und Lorenz. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die Stadt unter anderem durch den Ausbruch der Malaria in eine Krisenperiode gestürzt.

Aber schon im 19. Jahrhundert wurde die Stadt dank der Initiative von Leopold II., dem Großherzog der Toskana und Erzherzog von Österreich, wieder aufgebaut. Dieser gab Pietrasanta seine frühere Bedeutung als Stadt des Marmors zurück, indem er Schulen für Steinmetze einrichtete.

Die Marmorverarbeitung hat in Pietrasanta eine lange Tradition, nicht zuletzt, weil ganz in der Nähe die Marmorbrüche von Carrara gelegen sind. Das edle weiße oder graue Material zog über Jahrhunderte Bilderhauer und Architekten in die Stadt.

Zudem dient es auch zur Herstellung alltäglicher Gegenstände, weil es preisgünstig und gut zu verarbeiten ist. Fensterbretter, Bürgersteige oder Briefkästen aus Marmor lassen sich überall in der Stadt finden.

Auch heute noch sind hier viele Werkstätten angesiedelt, die nicht nur mit Marmor, sondern auch mit Kupfer und Glas arbeiten.

Sehenswürdigkeiten in Pietrasanta:

  • Der prachtvolle Dom San Martino aus dem 14. Jahrhundert ist durch und durch aus Marmor. Nicht nur die Fassade, sondern auch die Einrichtung ist aus dem kostbaren Baustoff. Der dazugehörige freistehende Glockenturm, auch Camapanile genannt, stammt aus dem 16. Jahrhundert und ist aus Backsteinen errichtet.
  • Auf dem Domplatz sind viele prachtvolle Gebäude zu entdecken. In einem davon, dem Palazzo Moroni ist heute das Archäologische Museum untergebracht. Es ist nicht groß, aber für jeden Kunstliebhaber äußerst interessant. Außerdem befindet sich an einer Ecke de Platzes das Museo dei Bozzetti (das Museum der Skizzen) in einem ehemaligen Kloster. Hier sind Skizzen und Gipsabdrücke von Skulpturen zu entdecken.
  • Die Besichtigung der romanischen Klosterkirche Sant'Agostino lohnt sich für jeden Besucher der Stadt. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut, ihr Turm aber erst im Jahre 1780. Heutzutage wird das Gebäude als Kulturzentrum genutzt und besitzt eine Bibliothek und ein Museum.
  • Besuchen Sie die zahlreichen Marmorwerkstätten und Gießereien der Stadt. Die liebevoll hergestellten Kunstwerke der ansässigen Künstler werden Sie begeistern.