Länder Guide Lisciano Niccone

Im Tal des Monte Castiglione beherbergt Italien den charmanten Ort Lisciano Niccone, eine kleine Gemeinde, in der sich die Einwohnern und Gäste in der Provinz Perugia in Umbrien wohlfühlen. Kein Wunder, zwischen dem Tibertal und dem Lago Trasimeno lässt es sich sehr gut leben und Urlaub machen.

Schon die Etrusker kämpften im Jahre 217 vor Christus um diesen herrlichen Platz. Das bezeugen Funde an den Orten Bellona und Villa Sagraia. Kriegerische Auseinandersetzungen hinterließen Spuren in dem sogenannten Byzantinischen Korridor von Rom bis Ravenna.

Die Burgen von Lisciano Niccone, Sorbello, Pierle, Lisciano und Reschio waren Festungen vor den Angriffen der Lombarden. Im Jahre 1202 unterwarfen sich die Grafen der Herrschaft des 25 Kilometer weit entfernten Perugia. Zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert wurden dann Stadtmauern gebildet.

Etwa 8 Kilometer von Lisciano Niccone entfernt wurde 1433 die Borgo di Bastia Creti errichtet. Früher wurde sie als Bastia di Croce benannt. Als Perugia ihre Festung erweiterte, wurde 1385 das Castello di Montalto errichtet. Das Castello die Lisciano hingegen bestand bereits seit dem 9. Jahrhundert.

Seit dem 11. Jahrhundert besteht das Castello di Pierle, eine Burgruine, die ungefähr 3 Kilometer von Lisciano Niccone entfernt ist. Das Castello di Reschio aus dem 10. Jahrhundert beinhaltet in seinem Inneren die Kirche San Michele Arcangelo. Die Burg Castello di Sorbello aus dem 10. Jahrhundert befindet sich im Umkreis von 5 Kilometern.

Alle benannten Burgen tragen sagenhafte Geschichten in sich. Hier werden die Märchen von den Rittern und den Burgen wahr, ein idealer Platz für Familien mit Kindern, die zeitnah das Geschehen in einer Burg nachempfinden möchten.

Unerwähnt bleiben sollten jedoch nicht die vielen Kirchen. Dazu gehört die Chiesa di San Biagio des 11. Jahrhunderts oder die Chiesa di San Nicolò aus dem Jahr 1465. Diese Kirche beinhaltet viele Werke aus dem frühen 16. Jahrhundert, eines davon ist von dem Künstler Eusebio di San Giorgio aus dem Jahr 1515. Inmitten von Lisciano Niccone geben Gläubige ihre Gebete in der Chiesa di Santa Maria delle Corti ab. Die Chiesa di Santa Tommaso wurde urkundlich 1332 dokumentiert.

Wer sich für diese Kirchen interessiert und den Reichtum und die Schätze der Architektur bestaunen möchte, kann auch einen Ausflug nach Perugia machen oder in die anderen Nachbarorte wie Assisi. Auch hier gibt es jede Menge schöne Natur- und Kulturerlebnisse, die einfach gesehen werden sollten.

Lisciano Niccone ist mit seiner Umgebung ein perfekter Urlaubsort für die ganze Familie.