Länder Guide Diano Marina

Diano Marina befindet sich in Ligurien in Italien und ist der Heimatort von rund 6.000 Einwohnern. Die meiste wirtschaftliche Bedeutung kommt der Stadt vor allem im Tourismus zu, beherbergt sie doch jeden Sommer mehrere tausend Leute.

In den Zeiten des Hochmittelalters waren es immer wieder die Sarazenen, die dem Ort schwer zusetzten und die Leute von Diana Marina immer wieder überfielen. Wenn die Sarazenen mal wieder kamen, zogen sich die Dorfbewohner in die Höhlen um den Ort herum zurück und entgingen so der Gefangennahme und dem damit verbundenen Sklavenmarkt. Noch heute kann man sich diese Höhlen ansehen und die Atmosphäre, die damals die von Angst zerrütteten Italiener dieses Ortes zerfressen haben muss erahnen.

Erst ab dem 13. Jahrhundert blühte die Stadt richtig auf, denn sie wurde zu einem wichtigen Handelsstandpunkt, weil das ligurische Olivenöl über die Meereswege und somit über den Hafen von Diana Marina an viele Orten geliefert wurde. So wurde der Hafen zu einem der bedeutendsten Seehandelshäfen überhaupt. Auch heute kann man diesen historisch für die Stadt so wichtigen Hafen besichtigen, wobei nicht mehr viel von den historischen Zeichen zu erkennen ist.

Im Jahre 1887 kam es zu einem Erdbeben in dem Ort, wobei die Ortschaft dem Erdboden gleich gemacht wurde. Nur ganz wenige Gebäude haben die Katastrophe überstanden, wie auch die Pfarrkirche des Ortes, Sant Antonio Abate. Die Fresken, der Marmoralter und die Gemälde der neoklassischen Kirche kann man heute bewundern und sie sind Zeitzeugen der damaligen angesagten ligurischen Schule. Was man unbedingt sehen muss ist das Bild Morde di San Guiseppe, das von Luca Zambias gemalt wurde.

Auch ein sehenswerter Ort in Diana Marina ist das Heimatmuseum. Hier kann man aus verschiedensten Epochen Fundstücke sehen. Schon zur vorrömischen Zeit wurden hier Keramiken und Vasen sowie Amphoren gefertigt, die man heute im Heimatmuseum besichtigen kann. Dazu kommen einzelne Fundstücke eines Handelsschiffes der Römer, das vor der Gemeinde gesunken war. Auch aus der Renaissance und der Zeit Napoleons sind einzelne Fundstücke dabei, die einen Besuch verlangen.

Wem die Sehenswürdigkeiten in der kleinen Gemeinde nicht reichen, der kann sich auf den Weg nach Genua machen und hier verschiedenste kulturelle und historische Denkmäler besichtigen.

Man kann aber auch aufs Meer hinaus fahren und sich die verschiedenen Wale und deren Gesänge ansehen. Sie kommen immer wieder gerne in den Golf von Genua. Auch sehenswert ist die Zeit zwischen Ende Mai und Anfang Juli. Hier findet das Corpus Christi statt, bei dem die ganze Stadt mit verschiedensten Blumensorten geschmückt ist.