Länder Guide Cefalù

Die kleine Hafenstadt Cefalù verfügt über ungefähr 14.000 Einwohner. Sie liegt im mittleren Teil der Nordküste Siziliens.

Ihre malerische Altstadt mit dem berühmten Normannendom liegt direkt am Meer.

Ganz in der Nähe befindet sich der rund 270 m hohen Felsen Rocca di Cefalù.

Zum Wandern, Spazierengehen und Klettern eignen sich die Berge der Madonie perfekt - so wundert es nicht, dass Cefalù nach Taormina der beliebteste Ferienort der Insel ist.

Der Corso Ruggero, die Hauptachse der Altstadt, führt direkt zur Kathedrale. Sie entstand ab 1131 im Auftrag Rogers II., als Grablege der Normannen-Dynastie. Allerdings war der Bau bei seinem Tod im Jahr 1154 noch unvollendet, der König fand sein Grab in Palermo. Dennoch gehört der Bau zu den schönsten normannischen Bauten Siziliens. Im Innern sind der offene Dachstuhl mit reich bemalten Balken sowie die Säulenkapitelle im sizilianisch-normannischen Stil beachtenswert, ferner das schöne Taufbecken (12. Jh.) und eine Statue der Mutter Gottes von A. Gagini (1533). Zunächst ziehen jedoch die herrlichen Mosaiken alle Blicke an, das Werk byzantinischer Künstler aus der Mitte des 12. Jh.s, dominierend ist der segnende Christus als Weltherrscher (Pantokrator), darunter Maria zwischen den Erzengeln und Petrus und Paulus zwischen den vier Evangelisten und weiteren Aposteln.

Nicht weit entfernt liegt das kleine Museo Mandralisca mit der Privatsammlung eines Kunstliebhabers. Zu sehen sind unter anderem griechische Vasen, Münzen und eine Muschelsammlung. Höhepunkt ist das bekannte "Porträt eines Unbekannten" von Antonello da Messina aus dem Jahr 1470.

Bei Buonfello führt die Straße unter der Autobahn Catania-Palermo durch. Hier liegt die Ausgrabungsstätte der westlichsten Griechenstadt Himera (Imera), die 409 v. Chr. von Karthagern zerstört wurde. Nur 16 km sind es von hier bis zur Thermal- und Instustriestadt Ermini Imerese mit 27.000 Einwohnern am Fuß des 1326 m hohen Monte San Calogero. Zentrum der ruhigeren älteren Oberstadt ist der imposante Dom San Nicola (15./16. Jahrhundert).