Länder Guide Santa Margherita di Pula

Steht bei einem Aufenthalt in Santa Margherita di Pula der Besuch von historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten auf der Urlaubsagenda, empfiehlt sich ein Ausflug in die etwa zwölf Kilometer entfernte Stadt Pula.

Neben zahlreichen geschichtsträchtigen Bauwerken hat Pula eine lang andauernde und spannende Geschichte vorzuweisen. Der Legende nach wurde der von den antiken Römern Colonia Pietas lulia Pola genannte Ort von Kolchiden auf sieben Hügeln neben einer Bucht gegründet.

Zu Hochzeiten des römischen Imperiums entstanden hier beeindruckende Bauwerke wie beispielsweise im ersten Jahrhundert nach Christus das Amphitheater. Bis zu 20.000 Zuschauer verfolgten damals gespannt die brutalen Gladiatorenkämpfe und Tierjagden.

Zwischen den Jahren zwei und vierzehn vor Christus entstand der Augustustempel. Dieser war dem römischen Imperator Augustus sowie der Göttin Roma geweiht und wird heute als Ausstellungsraum für altertümliche Bronze- und Steinstatuen genutzt.

Aus den Jahren von 29 bis 27 vor Christus stammt der Triumphbogen der Familie Sergei. Das so genannte Goldene Tor galt als Denkmal für die hohen Stadtbeamten und ihrer erbrachten Leistungen.

Auf der Hügelseite im Nordosten sind unter dem Kaštel die Ruinen des kleinen römischen Theaters aufzufinden.

Dem Forum, im ersten Jahrhundert vor Christus errichtet, waren an seiner Westseite zwei adäquate Tempel angeschlossen, die den Haupttempel umgaben und den römischen Göttern Jupiter, Junona und Minerva geweiht waren. Zehn Tore ermöglichten in der Antike sowie im Mittelalter den Zutritt zu der durch eine Stadtmauer geschützten Siedlung.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als der Schutzwall nicht mehr benötigt wurde, erfolgte dessen Abriss. Unter anderem wurden vor dem Doppeltor der Stadt die Überreste eines zwischen dem ersten und zweiten Jahrhundert erbauten Mausoleums gefunden.

Im sechsten Jahrhundert wurde mit dem Bau der Kapellen der heiligen Formosa begonnen. Eine der beiden wurde als Teil einer Benediktiner Abtei gebaut, die im 16. Jahrhundert zerstört wurde. Die damals die Räumlichkeiten verzierenden Mosaiken befinden sich heute als Ausstellungsstücke im archäologischen Museum.

Im Jahr 1314 entstand im spätromanischen Stil die Franziskanerkirche mit dem Kloster.

Um 500 vor Christus wurde von den Puniern in Iglesias bei Fluminimaggiore eine weitere Sehenswürdigkeit errichtet. Als der Tempel von Antas im gleichnamigen Tal entstand, fand der Ort bereits, als sakral markiert, Erwähnung. Zu Zeiten des römischen Kaisers Caracalla erfuhr der Tempel einen Abriss sowie einen Neuaufbau durch die Römer. Nachdem die Punier den Tempel dem Gott Sid gewidmet hatten, wurde nach Abschluss der römischen Wiederaufbauarbeiten nun der Tempel dem Sardus Pater geweiht. "Templ(um) De Sardi Patris Bab" lautet die Inschrift auf dem Heiligtum.