Länder Guide Santa Teresa Gallura

Santa Teresa di Gallura ist die nördlichste Stadt Sardiniens. Aus dem ehemaligen Fischerdorf ist mittlerweile eine Hochburg des Tourismus geworden.

Auffallend sind die schnurgeraden Straßen und die rechtwinkligen Ecken. Dies rührt daher, dass Santa Teresa sozusagen am Reißbrett entstanden ist. Hier findet man keine verwinkelten Gassen, aus denen man nicht mehr herausfindet.

Sehenswürdigkeiten
Der Torre di Longosardo wacht über die Hafeneinfahrt. Erbaut wurde dieses imposante Gebäude im 16. Jahrhundert von Felipe II de Espana. Interessant ist, dass die Stadt selbst erst im 19. Jahrhundert erbaut wurde. Dies geschah auf Anweisung von König Vittorio Emanuele I. Er wollte den Schmuggel zwischen Sardinien und Korsika kontrollieren.

Die Piazza Vittorio Emanuele ist der Treffpunkt für jung und alt. Hier wird Fußball gespielt oder einfach gemütlich zusammen gesessen. Piazza Libertá heißt die Terrasse mit dem traumhaftesten Ausblick über Santa Teresa. Dies sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen. Mitten in der Stadt ist San Vittorio, die Kirche von Santa Teresa.

Für Kunstinteressierte ist das Römische Museum Fondazione ein Muss. Hier kann man die Entwicklung verschiedener Stile von dem 15. Jahrhundert bis heute beobachten. Ausgestellt sind Gemälde, Skulpturen, Drucke, Radierungen, Keramik. Das Thema oder der Autor haben stets eine enge Verbindung nach Rom. Das Museum ist eine Stiftung, die durch ständige Neukäufe die Qualität ihrer Ausstellung auf höchstem Niveau hält.

Nur 35 Kilometer entfernt in Arzachna ist ein weiteres kulturelles Highlight. Hier kann man archäologische Fundstätten besichtigen. Zu diesen Fundstätten gehören Ruinen alter Bauwerke, die kulturinteressierte Touristen durchstreifen dürfen. Aber auch Ausgrabungsstätten sind zu besichtigen. So nah kann man normalerweise kaum am Geschehen sein.

Auch die Insel Sparghi, die ganz in der Nähe liegt ist immer einen Besuch wert. Nur 16 Kilometer entfernt ist das Wahrzeichen Iles Lavezzi. Und ebenfalls nur 16 Kilometer entfernt steht ein allseits bekanntes Bauwerk - Eglise Saint Dominique Bonifacio.

Ein weiteres Wahrzeichen findet man in Orciloire de la Trinité. La Citadelle und der Tomba di giganti Li Mizzani sind ebenfalls in der näheren Umgebung. Der Tomba di giganti ist ein Gigantengrab. Es gehört zu der älteren Gruppe dieser Gräber. Trotzdem ist die Basis der Exedra und der untere Teil der Grabkammer erhalten. Die Grabkammer hat eine Länge von 7,25 Metern. Bei Ausgrabungen wurden hier Scherben aus dem 15. - 11. Jh. v. Chr. Gefunden.

Ebenfalls ein kultureller Gaumenschmaus ist das Kulturdenkmal Brunnenheiligtum Santa Vittoria. Es besteht aus der Kirche Santa Vittoria und 53 prähistorischen Bauten. Früher wurden hier rituelle Handlungen durchgeführt.