Länder Guide Castelsardo

Sardinien stellt die zweitgrößte Mittelmeerinsel dar. Wunderschöne Landschaften und historische Städte versprechen einen traumhaften und vor allem abwechslungsreichen Urlaub.

An der Nordküste Sardiniens befindet sich die Gemeinde Castelsardo, hier sind lediglich 5.800 Menschen beheimatet. Die Stadt ist äußerst historisch, sie wurde bereits 1102 gegründet und ist auch heute noch von beeindruckender Schönheit.

Die meisten Gebäude sind dicht an der felsigen Steilküste erbaut worden, die kleinen Gassen winden sich in Schlangenlinien eine Anhöhe hinauf. Hoch oben thront eine gewaltige Festungsanlage, der Rest der Stadt säumt sich förmlich um die Bastion. Das Bollwerk stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde einst aus Lavasteinen errichtet. Eine Kathedrale bildet vielmehr den Mittelpunkt der Anlage, sie wurde mehrfach restauriert. Im Innern blickt man auf ein fantastisches Madonnengemälde, das im 15. Jahrhundert entstanden sein soll.

Des Weiteren bekommen Besucher ein Panorama der ganz besonderen Art geboten. Etwas unterhalb der Burganlage trifft man auf die mittelalterliche Kirche Santa Maria, das Innere ist fast vollkommen aus Holz ausgestattet. Ein Highlight der Extraklasse ist der so genannte Elefantenfels. Die eindrucksvolle Steinformation liegt nur etwa fünf Kilometer südöstlich der Stadt entfernt. Beim Betrachten des fünf Meter hohen Gesteins fällt auf, dass es enorme Ähnlichkeit mit einem Dickhäuter besitzt. Das Ausflugsziel war bereits 1.800 vor Christus eine Kultstätte, nur wurde es zur damaligen Zeit für Beerdigungsriten benutzt.

Abwechslung bietet hingegen ein erst kürzlich entstandener Wasserpark, der sich in der Nähe von Castelsardo befindet, die Anlage ist für Familien mit Kindern bestens geeignet.

Im Westen von Castelsardo liegt Porto Torres, hier steht die im Jahr 1065 erbaute Kathedrale San Gavino. Der Ort ist vielmehr für eine archäologische Fundstätte berühmt. Monte d’Accoddi soll über 6.200 Jahre alt sein, das historische Monument wurde 1950 freigelegt. Bei dem Bauwerk handelt es sich um eine Art Pyramide, davor ist eine neun Meter breite und 41 Meter lange Rampe erkennbar.

Südwestlich besucht man Sassari, die zweitgrößte Stadt der Insel. Wahrzeichen und zugleich Mittelpunkt des Ortes ist die barocke Kirche San Nicola, die mit ihren wunderschönen Statuen ein ganz besonderes Fotomotiv darstellt. Direkt daneben steht ein nicht minder beeindruckender Glockenturm aus dem 12. Jahrhundert. Im Innern werden kostbare Gemälde und ein Altar aus Marmor sichtbar. Herzstück der Stadt ist die Piazza d’Italia, der Palast Giordano befindet sich in unmittelbarer Nähe. Die Krönung ist der fantastische Brunnen Fontana di Rosello, der zahlreiche Details aufweist. Unter anderem fließt das Wasser aus mehreren Löwenmäulern, des Weiteren blickt man auf herrliche Statuen und marmorierte Verzierungen.

Etwas außerhalb der Stadt können Besucher Felsengräber besichtigen, sie werden auch Domus de Janas genannt. Dabei kann man kleine Löcher im Fels entdecken, die auf eine Grabanlage schließen lassen.