Länder Guide Capdepera

Zahllose Menschen reisen jedes Jahr nach Mallorca, um die landschaftliche Schönheit des Urlaubsziels zu genießen. Mallorca ist hauptsächlich wegen der traumhaften Strände berühmt, jedoch können Besucher ebenso schöne Städte besuchen.

Die kleinen Gemeinden der Insel zeichnen sich durch ihre historischen Bauten aus, die sich für eine Besichtigungstour bestens anbieten.

Im Nordosten Mallorcas liegt Capdepera. Eine kleine Gemeinde, die von einigen Anhöhen und dem Mittelmeer umgeben ist. In den kleinen und engen Gassen reihen sich äußerst alte Häuser aneinander, die riesige Festungsanlage ist jedoch das architektonische Meisterwerk der Region. Die Burg wurde bereits im 16. Jahrhundert errichtet. Besonders auffällig ist der dreieckige Grundriss der Bastion. Ein absolutes Highlight sind die außerordentlich breiten Festungsmauern, auf denen man entlangschlendern kann. Da die Festung sehr gut erhalten ist, können Touristen das Bauwerk gewissermaßen von oben umrunden. Dabei bekommt man einen fantastischen Blick auf die Stadt und das Mittelmeer geboten. An einer Seite des Mauerrings steht die Kapelle Nuestra Senyora de la Esperanza, die eine beeindruckende Marien- und Christusstatue offenbart.

Ein Abstecher an die Küste lohnt sich, um die Höhlen Coves d’Artà zu Gesicht zu bekommen. Das Tropfsteinhöhlensystem liegt nur 15 Kilometer von den wohl berühmtesten Grotten der Insel entfernt. Am besten nimmt man an einer Führung teil, um sich die Stollen auf einem Rundgang näher bringen zu lassen. Dabei kommen die Teilnehmer an verschiedenen Sälen vorbei, die mit wunderschönen Tropfsteinen versehen sind. An der höchsten Stelle der Höhle kann man einen unbeschreiblichen Blick auf das Meer genießen, bevor man die Treppen zum Ausgang hinabsteigt.

Westlich von Capdepera liegt die kleine Stadt Artà nur neun Kilometer entfernt. Die charmante Innenstadt bietet sich förmlich für einen Stadtbummel an, aus diesem Grund sollte der Ort nicht ausgelassen werden. Artà befindet sich direkt an einer Anhöhe, die Stadt ist von einer beeindruckenden Festungsmauer umgeben. Höchster Punkt ist die bemerkenswerte Kirche Sant Salvador, die man auch von innen begutachten sollte.

Die Klosteranlage Sant Antoni de Pàdua ist mit ihren barocken Stilelementen gewiss nicht weniger attraktiv. Wer hingegen mehr über die Geschichte des Dorfes in Erfahrung bringen möchte, für den ist der Besuch des Regionalmuseums ein absolutes Muss.

In der Umgebung sind zudem die Überreste einstiger Siedlungen aus der Bronzezeit zu finden. Die archäologischen Fundstätten offenbaren zahlreiche steinerne Überreste früherer Behausungen. Die Dörfer Ses Païsses und Sa Canova sind die bedeutungsvollsten Ausflugsziele.

Etwa 20 Kilometer südwestlich liegt Sant Llorenç des Cardassar. Der Wehrturm des Dorfes ist bereits von weitem sichtbar. Das Castell de sa Punta de n’Amer stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der Turm ist mittels ausgeschilderter Wanderwege erreichbar. Bei einem Besuch der Stadt sollte die ebenso interessante Ausgrabungsstätte von S’Illot nicht vergessen werden.