Länder Guide Pavia

Pavia liegt 77 m über dem Meeresspiegel und hat eine Einwohnerzahl von rund 75.500 Menschen.

Die alte Universitäts- und Provinzhauptstadt Pavia, ein Zentrum der Pelzverarbeitung, liegt in der Po-Ebene, südlich von Mailand am Ticino, der nur wenige Kilometer südwestlich in den Po mündet. Der Kanal Naviglio Pavese verbindet Mailand und Pavia. Um Pavia herum breiten sich Reisfelder aus.

Die durch die vielen Studenten sehr lebhafte Stadt hat ihren mittelalterlichen Ortskern mit schönen romanischen Kirchen bewahrt. Die Hauptgeschäftsstraßen sind die Strada Nuova, die das viscontikastell mit der Ticinobrücke verbindet, sowie die beiden Corsi Cavour und Mazzini. Der Ticino trennt die Altstadt von den neueren Vierteln im Süden.

Im Norden der Altstadt entstand im 14. Jh. für die Mailänder Herzöge das Castello Visconteo. Der fast schmucklose Backsteinbau war eine Vierflügelanlage mit vier Ecktürmen. Während der Schlacht um Pavia im Jahr 1525 wurde der Nordflügel mit den beiden flankierenden Türmen zerstört. Sehenswert ist der mit Arkaden und Maßwerköffnungen recht anmutig wirkende Innenhof. An der nun offenen Nordseite stellten einst Garten- und Parkanlagen eine 9 km lange Verbindung zur Certosa di Pavia her. In den Räumen ist das Museo Civico mit Ausgrabungsfunden aus römischer Zeit sowie Architekturfragmenten von romanischen Kirchen Pavias untergebracht. In der Pinacoteca Malaspina im oberen Stockwerk werden vor allem Gemälde lombardischer Maler aus dem 14. bis 17. Jh. gezeigt.

Vom Kastell sind es nur wenige Schritte zur Klosterkirche San Pietro in Ciel d'Oro (1132 geweiht, im 19. Jh. wiederhergestellt). Im Hochchor befindet sich das gotische Marmorgrabmal des heiligen Augustinus (354-430), die große Arca die S. Agostino von Giovanni di Balduccio. Die Krypta birgt außerdem das Urnengrab des römischen Philosophen und Staatsmannes Boethius (480 bis 524).

Über die Piazza della Vittoria mit dem auf das 11. Jh. zurückgehende Rathaus, gelangt man zum Dom, dem Wahrzeichen der Stadt. Die Bauarbeiten begannen ab 1488 nach Plänen von Bramante, Amadeo und Cristoforo Rocchi. Der Unterbau der Kuppel war 1750 fertig, das Kuppeldach und die Fassade folgten im späten 19. Jh., das Querschiff 1936. Der Eindruck im Innern wird von der hohen Kuppel bestimmt, die mit einem Durchmesser von 30 m und der Höhe von 90 m zu den größten Kuppeln Italiens gehört.

Pavias Universität gehört zu den ältesten des Landes, zu ihren berühmtesten Studenten gehören Petrarca, Leonardo da Vinci, die Dichter Ugo Foscolo und Carlo Goldoni. Sehenswert ist auch die alte Krönungskirche San Michele. Ferienhäuser Pavia und Ferienwohnungen Pavia sind bei Touristen sehr beliebt.