Länder Guide Pleubian

Eine Perle in der Bretagne ist das malerische Pleubian. Auf der Halbinsel Sauvage an der Cote d'Armour gelegen, bietet Pleubian ein vielfältiges Angebot an Sehenswürdigkeiten.

Der Name Pleubian stammt von den alten bretonischen Wörtern Ploe und Bian, was zusammengesetzt soviel wie "Kleine Pfarrei" bedeutet.

Eine Besonderheit ist die freistehende Kanzel im Vorderbereich von St. Georges, einer aus Granit und Schiefer erbauten Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Der Glockenturm wurde bereits im 16. Jahrhundert von Philippe Beaumanoir erbaut.

Die sich über achtzehn Hektar Land erstreckenden Gärten von Kerdalo in Trédarzec sind eine gelungene Komposition aus romantischer, barocker, orientalischer und italienischer Gartenbaukunst.

Etwa 10 Kilometer entfernt von Pleubian, nahe Paimpol, befindet sich das Chateau La Roche-Jagu aus dem 15. Jahrhundert, eines der zahlreichen historischen Schlösser, die in der Bretagne zu besichtigen sind.

Im nahe gelegenen Langvellec Rosanbo steht seit 1497 das Castle Kergrist, ein Schloss, das seit 600 Jahren nicht die Besitzerfamilie gewechselt hat.

Auch die Kapellen in Brestan und Saint Antoine seien stellvertretend für die bedeutenden Baudenkmäler der Region genannt. Die alte Abtei Abbaye de Beauport und der Kreuzgang von Treguier, in dem Rittergräber zu besichtigen sind, runden das abwechslungsreiche historische Panorama ab.

Weite Blicke
Aus einem von den Wellen des Atlantik umtosten Felsvorsprung ragt der siebenundvierzig Meter hohe Héau Brehat, ein imposanter Leuchtturm aus dem 18. Jahrhundert.

Tausende von Seevögeln bieten auf der Vogelinsel Brehat, die 1912 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, ein spektakuläres Schauspiel und sind ein absolutes Muss für Tierfreunde.

Nur aus Sand und Steinen besteht die Landzunge Silon de Talbert. Sie ragt drei Kilometer in den Atlantik hinein und lädt im Mündungsgebiet der Flüsse Trieux und Jaudy zum "Spaziergang ins Meer" ein.

In einundvierzig Metern Höhe bietet die Semaphor Créach Maut einen überwältigenden Panoramablick auf die Mündung des Flusses Jaudy, die Silon de Talbert, den Leuchtturm und die Vogelinsel.

Unter Denkmalschutz steht der Menhir von Poule-ar-Varquez. Ein Menhir ist ein aufgerichteter, freistehender Stein, die deutsche Übersetzung des ursprünglich bretonischen Wortes ist übrigens Hinkelstein.

Wer sich übrigens für den Lebensraum Meer interessiert, erfährt Wissenswertes im CEVA, dem Zentrum zur Erforschung von Algen. Und über die Herstellung von Alkohol vom Feinsten erhält man in der Whisky-Brennerei von Pen-Lan Larmour-Pleubian interessante Informationen.

Hat man sich an all dem Sehenswerten erfreut, das Pleubian und Umgebung zu bieten haben, ist der malerische Marktplatz im mittelalterlich anmutenden Pleubian genau der richtige Ort, um das Erlebte noch einmal in aller Beschaulichkeit Revue passieren zu lassen.