Länder Guide Kerlouan

Kerlouan ist ein französisches Städtchen im Département Finistère, an der nördlichen Atlantikküste der Bretagne.

Die Sehenswürdigkeiten in und um Kerlouan sind die vielen Wohnhäuser in traditioneller, bretonischer Bauweise, die zahlreichen Leuchttürme, die einmaligen Pfarrbezirke und die mächtigen Steinanlagen.

Leuchttürme

  • Bei Kerlouan befindet sich der Leuchtturm Pointe de Pontsuval. Einer von vielen sehenswerten Leuchttürmen am Küstenstreifen entlang bis zur Stadt Brest.
  • Der Leuchtturm Créac'h in Ouessant ist 74,6 Meter hoch. Sein Licht ist noch in 60 Kilometer Entfernung zu sehen.
  • Auf der Insel Île de Batz kann der 44 Meter hohe Leuchtturm über 210 Stufen erklommen werden. Hier wachsen und blühen im Kolonialgarten "Georges Delaselle" exotische Gewächse.
  • Auf der Insel Île Vierge steht der höchste europäische Leuchtturm. 397 Granitstufen führen den 82,5 Meter hohen Leuchtturm hinauf.
  • Der Leuchtturm Kéréon ist im Inneren mit Schnitzereien und Mosaiken reich verziert.
  • Der Pointe Saint-Mathieu taucht allabendlich die Überreste einer Abtei in ein sanftes Licht. Erhalten sind eine Fassade im romanischen Stil, das Chorgewölbe und der Bogengang des Kirchenschiffs.

Das Museum der Leuchttürme und Seemarkierungen in Ouessant widmet sich der Geschichte dieser.

Umfriedete Pfarrbezirke
In den Gemeinden um Kerlouan befinden sich viele umfriedete Pfarrbezirke aus dem 15. bis 17. Jahrhundert. Diese sind eine Besonderheit der Bretagne, insbesondere im nördlichen Département Finistère. Es handelt sich hierbei um einen eingefriedeten Friedhof mit Triumphtorportal, Kirche mit Eingangshalle, Beinhaus und Kalvarienberg (französisch calvaire). In einem Beinhaus werden menschliche Knochen aufbewahrt. Der Kalvarienberg ist eine plastische, figürliche, fast lebensgroße Abbildung der Kreuzigungsgruppe auf einem Plateau im Zentrum des Pfarrbezirkes.

  • Der Pfarrbezirk in Guimiliau stammt aus dem 16. Jahrhundert und zeigt auf seinem Kalvarienberg 200 Figuren. Zusätzlich befinden sich in der Eingangshalle figürliche Darstellungen aus dem Alten und Neuen Testament.
  • Der Triumphbalken der Pfarrkirche in Lampaul-Guimuliau ist farbig.
  • In Ploudiry ist der Kalvarienberg über dem Eingangsportal. Für den Pfarrbezirk wurde zweifarbiger Granit verwendet.
  • Der älteste Pfarrbezirk liegt in Saint-Jean-Trolimon, entstanden 1450.
  • Der Kalvarienberg in Saint-Thégonnec stellt die Passion und Auferstehung in beinahe 40 Figuren dar. Der Sockel zeigt die Geschichte des heiligen Thégonnec. Das Beinhaus ist hier zweistöckig.
  • Im Beinhaus in Sizun ist ein Heimatmuseum eingerichtet. Die Fassade des Beinhauses zeigt die zwölf Apostel.

Weitere umfriedete Pfarrbezirke befinden sich in Berven, Commana, La Martyre, Pleyben, Plougastel-Daoulas, Plougonven und in Saint-Vennec.

Granitblöcke und Megalithanlage
Am Strand Meneham liegt das gleichnamige Fischerdorf aus vergangenen Zeiten in typischer, bretonischer Bauweise mit reetgedeckten Dächern. Besonders das Zöllnerhaus, das zwischen mächtigen Granitblöcken steht, ist sehenswert.

Der Glockenturm der Pol-Kapelle, im Hinterland von Kerlouan, erhebt sich zwischen Granitfelsen.

Sehr interessant sind die gewaltigen Steine in Tiergestalt an den Stränden und Buchten bei Brignogan-Plage.

In Plouezoc'h liegt die etwa 6.500 Jahre alte beeindruckende Megalithanlage Cairn de Barnenez. Ihre Ausmaße sind beachtlich - über 70 Meter lang, acht Meter hoch, an der breitesten Stelle 25 Meter und ein Gesamtgewicht von etwa 14.000 Tonnen.