Länder Guide Ile d'Oléron

Schon die Anfahrt ist spannend. Der Weg führt von Bourfranc-le-Chapus über die einst längste Brücke Frankreichs auf die 30 km lange Insel Ile d'Oléron.

Vor der Westküste Frankreichs im Atlantik wartet Die Insel alljährlich auf Urlauber, die an den feinsandigen Stränden Erholung suchen. An die westlichen Gestade branden anständige Wellen. Vom offenen Atlantik weht ein zuverlässiger Westwind, deswegen tummeln sich dort die Windsurfer, Paraglider und Kiter.

Die östlichen Strände weisen zum Festland und sind daher vor Wind und Wetter etwas geschützt. Hier verbringen Surfanfänger und junge Familien mit kleinen Kindern ihren Urlaub. Auch dort hat durch die Ferienhäuser Ile d'Oléron ebenfalls seine schönen Seiten zu bieten.

Wer die Insel erkunden möchte, kann mit dem Fahrrad das gut ausgebaute Radwegenetz nutzen. Allemal sehenswert sind die Naturschutzgebiete. Denn die Landschaft ist nicht nur von den Dünen geprägt, sondern im Inneren der Insel gilt es auch Wälder zu entdecken. Sogar ein Feuchtbiotop überrascht den Unternehmungslustigen mit seltenen Tier- und Pflanzenarten. Eine Radwanderung führt auch entlang der Austernbänke und Salzmarschen und im Norden der Insel kann der Urlauber beeindruckende Klippen bewundern. Dort steht der Leuchtturm von Ile d'Oléron mit dem schönen Namen "Phare de Chassiron".

Beim Durchqueren der Insel fallen immer wieder die alten Windmühlen auf, die leider teils nur noch als Ruinen erhalten sind. Sie wirken dadurch aber nicht weniger reizvoll. Ebenfalls nur noch in Überresten ist eine alte Zitadelle bei Le Château d'Oléron zu besichtigen. Fort Boyard steht vor Boyardville im Atlantik und ist eine Festung, die schon als Kulisse für Kinofilme diente. Ein Freilichtmuseum bei Le Grand Village Plage informiert Besucher über die Tätigkeit der Salzproduzenten früherer Tage.

Saint-Pierre-d'Oléron ist die Inselhauptstadt. Schloss Bonnemie aus dem 14. Jahrhundert weist auf die lange Geschichte der Atlantikinsel hin. Die "Totenlaterne" steht wie ein einsamer Kirchturm inmitten des Stadtkerns. Nicht weit davon erhebt sich die Kirche von Saint-Pierre-d'Oleron. Die Gotik des 12. Jahrhunderts ist in dem Bauwerk mit barocken Stilelementen ergänzt. Die Aussichtsplattform des Kirchturms gewährt ein fantastisches Panorama. In Saint-Pierre-d'Oleron lohnt sich also ein Stadtbummel wie in den anderen Dörfern der Insel. Die Urlauber können durch Anmieten von innerstädtischen Ferienwohnungen Ile d'Oléron am besten kennenlernen. Auf den Wochenmärkten präsentieren die französischen Bauern und Fischer ihre Spezialitäten. In den zahlreichen Bistros herrscht rege Betriebsamkeit, aber immer verbunden mit der inseltypischen Gelassenheit.