Länder Guide Waterford

Dass die County-Hauptstadt Waterford eine blühende Industriestadt ist, lässt sich kaum verleugnen.

Ausgesprochen häßliche, wenn auch auf den ersten Blick nicht ärmliche Arbeiterviertel umgeben die Stadt, deren City allerdings vielfältige und elegante Einkaufsmöglichkeiten sowie ein buntes Kulturleben bietet. Waterford gilt als Shopping-Zentrum des Südostens. In den Fußgängerzonen kann man sein Geld in den großzügigen Malls leicht loswerden. Kulturelles Großereignis ist das seit 1958 mit wachsendem Erfolg organisierte "Festival of Light Opera", ein Operetten- und Musicalfestival. Stücke wie die "West Side Story" gehören ebenso zum Programm, wie "Der kleine Horrorladen", "Cabaret" und "My Fair Lady".

Während der frühen Herrschaft der Engländer bis ins 16. Jh. erwies sich die von den Normannen stark befestigte Stadt stets als königstreu. Die englischen Könige pflegten bei ihren Aufenthalten in Irland dort Hof zu halten. Von der normannischen Festungsanlage, die den Schutz der Stadt gewährleistete, ist nach den Zerstörungen Cromwells nur noch der Reginalds Tower erhalten, der seinen Standort massiv an der mehrspurigen Hauptverkehrsader The Quay behauptet. In dem Turm, in dem Strongbow die Königstochter von Leinster geheiratet haben soll, ist heute das Stadtmuseum untergebracht.

Im 18. und 19. Jh. hatte sich Waterford vom Cromwellschen Feldzug erholt und sich zur reichen Handelsstadt, mit einträglichen Beziehungen vor allem zu Neufundland, entwickelt. Von dieser Blüte zeugen noch heute die repräsentativen georgianischen Häuser in der Innenstadt, die sich zwischen The Quay entlang dem River Suir, Bridge Street und The Mall erstreckt. Der prachtvollste Zeuge jener prosperierenden Zeit ist das Chamber of Commerce, in dem immer noch die Handelskammer über die Geschäfte wacht.

Die industrielle Entwicklung des einst vor allem durch die Herstellung von Glas reich gewordenen Waterford wurde Mitte des 19. Jh. von den Engländern fast zum Erliegen gebracht. Um die eigenen Industrie zu fördern, wurden die irischen Glaswaren mit derart hohen Steuern belastet, dass sie nicht mehr rentabel herzustellen waren. Waterford hat ca. 44.000 Einwohner und gehört zu den wirtschaftlich gut gestellten Regionen Irlands. Außerdem ist Waterford Irlands älteste Stadt. An die Blütezeit der Stadt und der Glasindustrie im 18./19. Jh. erinnern die repräsentativen klassizistischen Häuserzüge von The Quay, The Mall mit der City Hall sowie Christ Church Cathedral vom Ende des 18. Jh.

Die jüngste Sehenswürdigkeit ist das Besucherzentrum Waterford Treasures, das mit audiovisuellen Mitteln und Originalexponaten Waterfords Geschichte zelebriert. Das Garter Lane Arts Centre ist das führende Kulturzentrum der Region. Waterford lässt sich gut zu Fuß erkunden. Ferienhäuser Waterford und Ferienwohnungen Waterford sind beliebte Unterkünfte.