Länder Guide Donegal

Im äußersten Nordwesten Irlands, zwischen Atlantik und der inneririschen Grenze, und von der Republik aus nur über Sligo erreichbar scheint es, als wolle Donegal, das nördlichste County und das größte Gaeltacht-Gebiet des Landes, nochmals alle Schönheiten der Insel zusammenfassen. Sanfte Landschaften im satten Grün wechseln sich ab mit baumlosen Bergregionen, endlos scheinenden Mooren, kargem Felsland, zerklüfteten Klippen und goldfarbenen Sandstränden.

Dutzende von Inseln säumen die Westküste, die meisten kaum mehr als unbewohnte Eilande. Auch Donegal selbst ist relativ dünn besiedelt, was vor allem dem unfruchtbaren Boden geschuldet ist. Nur ein Drittel des County ist überhaupt für die Landwirtschaft nutzbar, ein Grund, warum Donegal als Teil von Ulster bei der Teilung der Insel im Jahr 1922 nicht Nordirland zugeschlagen wurde.

Die Verbindung zu Nordirland ist trotz dieser Grenze nie abgebrochen. Es gibt familiäre oder freundschaftliche Kontakte, und viele Nordiren verbringen ihre Ferien in Donegal, wie beispielsweise in Bundoran mit seinen Vergnügungszentren und Fish & Chips Buden.

Die Stadt Donegal wirkt eher wie ein Dorf - bis auf den stauträchtigen Durchgangsverkehr, der sich um den zentralen Platz, den Diamond, quält. Der Obelisk in der Mitte des Diamond ist den Four Masters gewidmet, vier Franziskanermönchen, die die Geschichte des gälischen Lebens bis in das 17. Jh., als englische Truppen die Stadt einnahmen, aufgezeichnet hatten - eines der wichtigsten Relikte keltischer Überlieferung.

Nördlich des Diamond erblickt man das O'Donnell Castle, den einstigen Sitz des irischen Herrscherclans der Region, von dem nur noch Teile des Turmhauses aus dem 15. Jh. übrig sind. Das Herrenhaus, das in den vergangenen Jahren restauriert wurde, ließ der englische Eroberer Basil Brooke im 17. Jh. errichten. Neben Wolle ist auch der Fischfang ein wirtschaftliches Standbein Donegals.

Killybegs gilt als der größte Fischereihafen Irlands, obwohl der Ort recht klein und der Hafen fast malerisch zu nennen ist. Der Fang geht an die Spezialitätenrestaurants. In Kilcar lässt sich in einer museumsähnlichen Manufaktur und in einer Fabrik beobachten, wie die Wolle zu edlen oder rustikalen Stoffen und Kleidungsstücken verarbeitet wird.

In Carrick weist ein Schild zu den Felsen von Slieve League. Unterwegs erwartet an der Strecke ein einsamer Pub, das Rusty Mackerei. Die Klippen von Slieve League werden mit 606 m als die höchste Europas bezeichnet. Die Klippen von Achill Island mit angeblich 609 m beanspruchen diesen Titel ebenfalls. In Donegal gibt es übrigens viele Tweedbetriebe. Ferienhäuser Donegal und Ferienwohnungen Donegal bieten Touristen einen hohen Komfort und sind schon zu erschwinglichen Preisen buchbar.