Länder Guide Südisland

Im Südisland kommt man in unmittelbarer Berührung mit der Natur. Hier findet man Acker- und Weideland, aber auch moosüberwucherte Lavaströme und schließlich Wasserfälle, Gletscher, Geysire, heiße Quellen und einen kilometerlangen Sandstrand.

Geysir und Strokkur
Geysir ist eigentlich der Eigenname einer einzelnen Springquelle im Haukadalur und bedeutet eigentlich hervorsprudeln. Diese Springquelle gab allen anderen ihrer Art ihren Namen. Der Geysir ist aktiv und eruptiert gelegentlich. Der kleine Nachbar des Geysirs - der Strokkur schleudert ca. alle 10 Minuten Wasser und Dampf bis über 25 Meter in die Höhe. Dies geschieht, wenn das weit über 100°C heiße Wasser im Geysirschacht durch eine plötzliche Druckentlastung schlagartig zu sieden anfängt. Der nach oben strebende Dampf reißt die darüberliegende Wassersäule in die Höhe.

Gullfoss
Gullfoss ist einer der schönsten Wasserfälle des Landes. Hier stürzt der Hvítá (Fluss) über zwei Kaskaden 32 m in die Tiefe. Der Fluss hat in ihren weiteren Lauf eine 3-4 km lange Schlucht gegraben, die an einigen Stellen bis zu 70 m tief ist. Gullfoss und seine nähere Umgebung wurde 1979 unter Naturschutz gestellt.

Thingvellir
Thingvellir ist geologisch sehr interessant. An einer kilometerlangen Spalte kann man deutlich erkennen, dass die Kontinentalplatten von Eurasien und Amerika auseinander treiben - jährlich im Durchschnitt zwei Zentimeter. Über die Bruchkante fällt der Wasserfall Öxaráfoss 12 m in die Tiefe. Im 2004 wurde Thingvellir von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.

Seljalandsfoss und Skógafoss
Bei dem 65 m hohen Seljalandsfoss gibt es eine Einbuchtung in der Felswand hinter dem Wasserfall, wo man eingehen kann. Einige Kilometer weiter östlich findet man den viel mächtigeren Skógafoss mit einer Fallhöhe von 62 m. Einer Legende zufolge soll hinter dem Fall ein wertvoller Goldschatz liegen, den man in der Sonne in Form eines Regenbogens leuchten sehen kann.

Hekla
Hekla ist der bekannteste Vulkan Islands. Im Mittelalter glaubte man, dass hier der Eingang zur Hölle war, was darauf hindeutet, dass man schon damals die gewaltigen Eruptionen dieses Vulkans fürchtete. Im Jahr 1104 zerstörte ein Ausbruch zahlreiche Höfe und machte das umliegende Weideland unbrauchbar. Seitdem befindet sich Hekla in einem Übergang von einem Spaltenvulkan zu einem Stratovulkan.

Thjórsárdalur
Im Nordosten liegt das Tal Thjórsárdalur, das für seine zahlreichen Ausgrabungen alter Höfe, die bei dem gewaltigen Vulkanausbruch der Hekla im Jahre 1104 verschüttet worden sind, bekannt ist. Besonders interessant ist die Ausgrabungsstätte des Hofes Stöng, dessen Ruine überdacht wurde und zur Besichtigung freigegeben ist. Von hier aus kann man auch Wanderungen zu zahlreichen Wasserfällen, die von kunstvollen Basaltsäulen umgeben sind, wie beispielsweise in der Schlucht Gjáin und am Wasserfall Hjálparfoss südlich der Hauptstraße unternehmen. Eine Wanderung zum Haífoss Wasserfall fordert etwas Erfahrung, sie dauert etwa fünf Stunden.

Hveragerði
Hveragerði - der Garten der heißen Quellen, ist charakterisiert durch seine viele Gewächshäuser. Hier wachsen zahlreiche tropische Pflanzen und allerlei Gemüsesorten u.a. Bananen.

Freilichtmuseum Skógar
Das Freilichtmuseum Skógar bietet einen Einblick in die Lebensweise der Isländer in den letzten Jahrhunderten.

Vík
Das Dorf Vík liegt an der Südspitze Islands. Hier findet man den "Schwarzen Strand", ein kilometerlanger Sandstrand, der mit seinem reichen Vogelleben zu den Highlights der isländischen Südküste gehört.