Länder Guide Das Hochland

Das weite Hochland im Landesinnern, wo sich nie jemand dauerhaft niederließ und wo nur wenige Touristen hinkommen, ist einfach Natur pur. Hier gibt es Gletscher, kahle Moränen, dampfende Solfataren, Sandwüsten, wirksame und erloschene Vulkanen sowie Oasen subarktischer Vegetation.

Askja
Eine der Hochlandperlen ist das Gebiet um den Vulkan Askja, der letztes Mal im 1961 im Ausbruch war. Das große Dyngjufjöllmassiv mit der Askja ist ca. 4.500 Jahre alt und entstand durch zahlreiche Vulkanausbrüche. Durch eine gewaltige Explosion entstand im Jahre 1875 der Vítíkrater. In Folge dieser Eruption senkte sich der Boden südwestlich des Vítí weiter ab, füllte sich mit Wasser und bildete so den Öskjuvatn, den mit 230 Metern tiefsten See Islands. Das Wasser im Explosionskrater Vítí wird von heißen Quellen erwärmt und lädt daher zum Baden ein, der Abstieg zum Kratersee ist allerdings sehr steil und rutschig.

Kerlingarfjollgebirge
In dem Kerlingarfjollgebirge gibt es eine atemberaubende Landschaft. Hier dampfen unterhalb einer Gletscherzunge unzählige heiße Quellen.

Eldgjá
Die Vulkanspalte Eldgjá ist mit Unterbrechungen ca. 30 km lang und damit die längste vulkanische Spalte der Erde. Der Ausbruch war im Jahr 934. Sehenswert ist auch der Wasserfall Ófærufoss. Bis 1993, wo sie einstürzte, überspannte eine Basaltbrücke die mittlere Stufe des Wasserfalls

Herðubreið
Der wunderschöne Tafelberg Herðubreið ist mit seinen 1.692 m Höhe die Königin der isländischen Berge. Dieser Teil des Hochlandes wirkt wie eine Oase. Wanderungen können hier auch unternommen werden, aber nur als geübter Bergsteiger sollte man versuchen den Herðubreið zu besteigen.

Hveravellir
Hveravellir ist eines der größten und schönsten Geothermalgebiete Islands. Nach einem kurzen Spasiergang gelangt man zu einer kleinen Höhle, in der der berühmte Geächtete Fjalla-Eyvindur viele Jahre gelebt haben soll. Hier besteht die Möglichkeit in einer heißen Quelle zu baden.

Mýrdalsjökull
Nördlich des Gletschers Mýrdalsjökull liegt ein Gebiet mit bunten Bergen, einem heißen Fluss und heiße Quellen. Es gibt viele Wanderwege durch dieses 600 m hoch gelegene Rhyolithgebirge. Die rote, gelbe und türkise Färbung der Berge weist auf einen hohen Eisen-, Schwefel- und Kieselsäureinhalt hin. Diese Gegend ist eine der am häufigsten besuchten im isländischen Hochland, selbst früh morgens ist man beim Bad in einer heißen Quelle nicht ungestört.