Länder Guide Nationalparks

Nationalpark Rila
Der Nationalpark Rila südlich von Sofia nimmt fast die Hälfte des gesamten Rila Gebirges ein. Er ist ein Paradies für Bergsteiger und Wanderer und auch Ornithologen kommen auf ihre Kosten. Hier findet man Ruhe und Erholung. In Rila Nationalpark leben Bären, Wildschweine, Rothirsche und verschiedene Adlerarten.

Als Besucher soll man nicht versäumen das Kloster Rila zu besuchen. Für die Geschichte Bulgariens hat das Kloster eine besondere Bedeutung. Die Klosteranlage liegt in einer Gebirgsfalte und steht komplett unter Denkmalschutz.

Nationalpark Pirin
Der Nationalpark Pirin liegt im Südwesten Bulgariens. Seine Ausdehnung erstreckt sich über die höchsten Teile des Piringebirges, deren höchste Gipfel über 2.500 Meter sind. Das mediterrane Klima beschert dem Besucher eine prachtvolle Landschaft mit einer üppigen Vegetation und einer reichen Fauna.

Der Park ist in verschiedene Zonen gegliedert. Eine Besonderheit ist der Wald der Panzerkiefern, hier sticht besonders die alte Baikuschewa-Mura heraus - eine gigantische Panzerkiefer, benannt nach ihrem Entdecker Baikuschew, die schon zur Zeit Karls des Großen ihre Äste in den Himmel streckte.

Das Gestein des Pirin gründet sich auf kristallinen, hellen Kalkstein. Charakteristisch für die Vegetation sind Edelweiß, Pirin-Mohn, mazedonische Kiefern, Silbertannen und Fichten. Im Nationalpark Pirin gibt es eine reichhaltige Tierwelt und auch Falken und Adler haben sich bis weit hoch im Gebirge ihre Horste gebaut.

Der Park wurde in die UNESCO-Liste des Weltnaturerbes aufgenommen.

Nationalpark Witoscha
Der Nationalpark Witoscha liegt nur eine halbe Autostunde von Sofia entfernt und nimmt den Raum des gesamten Witoscha-Gebirges ein. Der Park hat eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Seltene Wildtiere wie z.B. Wölfe, Bären und Wildkatzen sowie weniger gefährliche Wildtiere wie Dachs und Rothirsch haben hier ihre Heimat.

Dieser Park bietet sich für Touristen an, die die quirlige Hauptstadt und die unberührte Natur kombinieren möchten.

Nationalpark Strandscha
Im südöstlichen Bulgarien liegt der Nationalpark Strandscha, der an das Schwarze Meer grenzt. Er ist der größte Nationalpark und hat seinen Namen nach dem gleichnamigen Gebirge. Berühmt ist Strandscha für seine Eichen- und Strandwälder. Das Klima ist derartig vielfältig, daß in diesem Park 50 Prozent der gesamten bulgarischen Flora gedeihen. In den Flüssen des Parks leben zahlreiche Fischarten. Ornithologen kommen auch auf ihre Kosten, sie können den Steinadler, den Schwarzstorch und den Bienenfalke beobachten.

In der Nähe des Parks Strandscha liegt das Naturreservat Ropotamo zu beiden Seiten des gleichnamigen Flusses, der hier ins Schwarze Meer mündet. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich mit Inseln, Kliffen, Sandstränden, Buchten, Dünen, Wälder und Weiden. Durch das milde Klima gedeihen eine Vielzahl von Pflanzen- und Wildtierarten. Der Sumpf von Arkutino ist ein Vogelschutzgebiet, ein bevorzugter Nistplatz für zahlreiche Vogelarten aber auch einige seltene Kakteenarten finden hier in der Nähe des Schwarzen Meeres ihr Zuhause.

Aufgrund seiner Ruinen aus thrakischen Zeiten, seiner alten Kirchen und Klöster weiss man, dass Menschen sich bereits vor mehreren tausend Jahren in diesem heutigen Nationalpark aufgehalten haben.