Länder Guide Höhlen

Magura Höhle
Die Magura Höhle befindet sich in der Nähe des Dorfes Rabisha. Sie ist in der Kreidezeit entstanden. Eine Steintreppe führt zum tiefen Höhlenlabyrinth hinab, das auf 2500 m dem Besucher unterirdische Galerien zeigt.

Man betritt zuerst die Triumphhalle. Wie jüngste archäologische Ausgrabungen zeigen, war die Magura Höhle bereits Jahrhunderte vor den thrakischen Stämmen während der Bronzezeit bewohnt. Ebenso findet man Relikte aus der Eisenzeit. Anstelle des heute künstlich aufgestauten Sees gab es bei den ersten Bewohnern einen kleinen natürlichen See, der immer voller Wasser war. Am Ende der Halle auf einer hohen Plattform entdeckte man das Grab eines jungen Mädchens, das während der Römerzeit begraben wurde, wie die Legende sagt. Die gekreuzten Arme vom Skelett und die zwei gefundenen Bronzearmbänder zeigen aber, daß das Grab aus früher christlicher Zeit sein könnte. Der Pfad verläßt die Triumphhalle und führt weiter in eine kleine dunkle Galerie, dann weiter zur Tropfsteinhalle. In einer Seitengalerie gibt es eine Bestätigung für das Leben aus der Zeit vor 3.000 Jahren in der Höhle. In dieser Galerie haben Künstler der Bronzezeit wilde Tiere, Landschaften und heilige Szenen der Fruchtbarkeit gemalt.

Sueva dupka Höhle
Die Sueva dupka Höhle liegt unweit des Dorfs Brestnitsa in der Region Lovech rund 120 km von Sofia entfernt. Sie entstand vor mehr als drei Millionen Jahren. Die Sueva dupka Höhle war bereits im Steinzeitalter bewohnt. Eine Münze mit dem Bild des römischen Kaisers Antoninus wurde ebenfalls in der Höhle gefunden.

Schon in der ersten Halle fällt ein großer Tropfstein ins Auge, der einem Heuhaufen ähnelt und dieser Halle den Namen gegeben hat. Hier kann man auch die seltsamen Sinterformationen der Höhlenpinguine sehen.

In der zweiten Halle hat vor Jahrhunderten ein mächtiger Erdrutsch Teile der Höhlendecke abrutschen lassen. Viele der alten Steinformationen wurden zerstört. Im südlichen Teil steht die "Dicke Bertha" - ein riesiger Tropfstein mit dem Aussehen einer Waffe. Die Decke ist mit einer Galerie aus zahlreichen kleinen und schönen Tropfsteinen dekoriert. Zum Westen hin führt der Weg weiter zu einer Galerie aus dünnen Steinschnüren, die man Höhlenorgel nennt. Wenn man leicht auf die Steine klopft, klingt es wie eine Melodie. Eine weiterer Höhepunkt hier ist der Wasserfall aus Stein.

In der dritten Halle findet man den dicksten Tropfstein der Höhle , der 4,5 m hoch ist und 13 m im Umfang mißt. Er leuchtet wie Brilliantine, was ihm den Namen "der Glänzende Tropfstein" eingebracht hat. Der Kopf des Löwen, der Bienenstock und die Qualle sind weitere interessante Schöpfungen der Natur in dieser Halle.

Snezhanka Höhle
Die Höhle von Snezhanka wurde erst im 1961 entdeckt. Sie befindet sich 5 km von der Stadt Pestera am linken Ufer Bank des Flusses Novomahalenska. Ein Pfad führt zum Eingang der Höhle.

Die Snezhanka Höhle war im Altertum einem Zufluchtort für Menschen. Bei Ausgrabungen im Boden der großen Höhle hat man eine runde Feuerstelle mit Tongefäßen als klaren Beleg dafür gefunden, daß die Höhle schon unseren Vorfahren bekannt war. Ebenso weisen eine hier gefundene Bronzenadel und mehrere Gefäße darauf hin, daß die große Halle von einem altem thrakischem Stamm bewohnt war.

Man betritt zuerst die Euterhöhle, sie ist klein aber man wird von der Zierlichkeit und der Pracht der Formen überrascht. Dies ist eine richtige Vision aus Marmor - alles ist rein und schneeweiß. Große weiße Tropfsteine hängen von der Decke. Man könnte sie für gefrorene Euter halten, was die Höhle den Namen gab. Schwerter und Kreuze liegen auf dem weißen Boden zerstreut. Ein junger, gebrochener Wald aus Tropfstein ist hier gewachsen.

Die große Höhle ist 145 m lang und entzückt den Betrachter durch ihre Tausenden von dünnen und dicken Tropfsteinen. Hier findet sich eine der größten Skulpturen der Höhle - Schneeweißchen und ihre Zwerge.

Weitere Höhepunkte in den folgenden Hallen sind der versteinerte Wald und die kleinen Sinterseen.