Länder Guide Festungen

Asenova
Die Festung Asenova wurde 2,5 km südlich von Asenovgrad auf einem felsigen Hügel über dem Fluß Asenica errichtet. Die Festung nimmt eine wichtige strategische Position im Herzen der Rhodopen ein, wo das berühmte Mönchskloster Bachkovo gebaut wurde. Sie bekam den Namen nach der Entdeckung einer Steininschrift aus der Zeit des Zaren Ivan Asen II. Die Inschrift berichtet über die Bauarbeiten, die vom König ausgeführt wurden.

Die Befestigung erstreckt sich über ein Gebiet von 1,5 ha. Man hat Überreste der massiven Befestigungsmauern, der Türme, der Kanalisation und eine kleine Kirche ausgegraben. Das bedeutendste Gebäude der kleinen mittelalterlichen Stadt ist die Kirche.

Mezek
Die mittelalterliche Festung Mezek aus dem 11. und 12. Jahrhundert liegt auf einem Hügel in der Form eines Vierecks und hat eine Grundfläche von 0,7 ha. Die Festungsmauern folgten dem Terrain und hatten runde Türme. Die Türme und die Mauern hatten Schießscharten, die teilweise erhalten sind.

Die Region um das Dorf Mezek, die 6 km von der Stadt Svilengrad liegt, war ein wichtiger strategischer Ort auf dem Weg nach Konstantinopel sowie zum Tal des Flusses Arda. Aus diesem Grund errichteten schon die Thraker sowie auch später die Byzantiner und Bulgaren hier Festungen.

Shumenska
Die Festung Shumenska wurde auf den Hügeln im Westen der heutigen Stadt Shumen gebaut. Die Befestigung ist dreieckig und erstreckt sich über ein Gebiet von 2,7 ha. Die erste befestigte Siedlung stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. und war ursprünglich von einem thrakischen Stamm bewohnt.

Am Ende des 1. Jahrhunderts wurde die thrakische Hochburg von den Römern erobert. Sie umgaben die Festung mit weiteren Mauern mit drei Verteidigungstürmen im Süden und Westen. Die Siedlung wurde mit Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden wieder aufgebaut. Man hat Mauern von mehr als 40 Gebäuden und einer Kirche aus dem 6. Jahrhundert sowie die Überreste von 141 Gebäuden aus der Zeit des Kaisers Justinian entdeckt.

Ab dem 7. Jahrhundert wurde die Festung Teil des Territoriums des bulgarischen Staates. Eine neue Mauer behauener Kalksteinblöcke, die mit rotem Pflaster bekleidet wurden, wurde auf den Fundamenten der äußeren Mauer gebaut. Diese war 1 m höher als die alte. Auf der Ostmauer gibt es protobulgarische Zeichen zu sehen, die jenen von Pliska und Preslav ähnlich sind.

Die Überreste einer Basilika datieren sich auf das frühe Mittelalter zurück. Überreste von vier späten mittelalterlichen Gotteshäusern wurden inzwischen entdeckt - eine Basilika und drei Kirchen, von denen eine mit Wandgemälden verziert ist.

Die Shumenskafestung, auch Mundraga und später Simeonis genannt, spielte eine wichtige Rolle im militärischen und diplomatischen Leben des Ersten Bulgarischen Staates und während des späten Mittelalters. Die Festung wurde als eine der letzten von den türkischen Eroberern gestürmt.

Cherven
Die Stadt Cherven liegt etwa 30 km südlich von Ruse. Sie galt als eine der stärksten Zitadellen des mittelalterlichen Bulgariens. Man findet sie auf einem Plateau eines hohen felsigen Hügels. Der Fluß Cherni Lom umgibt das Plateau an drei Seiten. Schon ein thrakischer Stamm bewohnte diesen Ort, das einfach zu verteidigen war. Während des 4. Jahrhunderts wurde die Siedlung befestigt und danach zu einer starken Festung ausgebaut, die von uneinnehmbaren Mauern umgeben war, die jetzt noch bis zu einer Höhe von 5 m erhalten sind.

Das genaue Schicksal von Cherven ist in der Zeit der Völkerwanderung unklar. Wahrscheinlich wurde die Stadt zerstört und als eine Festungsstadt im 10. und 11. Jahrhundert wieder aufgebaut. Es existieren kaum schriftliche Aufzeichnungen über Cherven aus der Zeit des Zweiten Bulgarischen Königreichs.

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Südliche Schwarzmeerküste

Die Überreste der letzten Bauperiode sind bis heute erhalten. Die Stadt breitete sich über den ganzen Felshügel aus und bestand aus zwei Teilen - einer Zitadelle auf dem unzugänglichsten Teil des Hügels und der eigentlichen Stadt. Sie waren von 12 m hohen und 3 m dicken Steinmauern mit Türmen und Bastionen umgeben. Während der Herrschaft von König Ivan Asen II. (1218-1241) war die Stadt ein bedeutendes politisches, ökonomisches und kulturelles Zentrum und eine mächtige Hochburg des bulgarischen Staates.

Aus dieser Epoche ist nur ein quadratischer Turm auf einem byzantinischen Fundament erhalten geblieben. Das größte Gebäude in der Zitadelle war der Palast mit 60 m Länge und 30 m Breite, der Palast wurde im 13. Jahrhundert gebaut. Cherven war ein weltstädtischer Wohnsitz, daher wurden hier auch viele Kirchen gebaut. Inzwischen hat man 6 Kirchen entdeckt, die im Stil der Architekturschule von Tyrnovo gebaut wurden.

Am Ende des 14. Jahrhunderts wurde die Stadt von den Türken erobert.

Baba Vida
Die Festung Baba Vida liegt im nördlichen Teil der Stadt Vidin am Ufer der Donau und ist die best erhaltene mittelalterliche bulgarische Festung. Die ältesten Reste der Festung datieren auf die Zeit der römischen Burg Bononia. Der Hauptteil der Festung wurde während des bulgarischen Mittelalters errichtet. In der Epoche der Shishmanovci vom 13. bis 14. Jahrhundert und besonders während der Herrschaft von Ivan Sracimir wurde die Festung vergrößert. Die erhaltenen Haupttürme, die Bastionen und die inneren Mauern sind aus jener Zeit.

Während der osmanischen Besetzung hatte die Festung ihre Bedeutung als Verteidigungssystem verloren. Man führte mehrere Umbauten durch wie Schießscharten für Feuerwaffen, Spitztürme und Vergrößerung der Wassergraben.

Als später die Österreicher die Stadt für eine kurze Zeit eroberten, wurde der achteckige Turm an der Donau errichtet.

Matochina
Die Festung Matochina liegt nordöstlich von Svilengrad, am südlichen Anstieg des Sakar Gebirges in der Nähe der türkischen Grenze. Die einzelne Gebäude der Festung wurden für den letzten Widerstand gegen den osmanischen Feind gebaut. Man kann die Festung nur durch den Eingang von Norden betreten.

Der rechteckige Turm besteht aus zwei massiven Stockwerken, die von einem dazwischenliegenden Stockwerk aus Holz geteilt werden. Das letzte Stockwerk des zylindrischen Körpers scheint als Kapelle der Festung benutzt worden zu sein. Ein Gefängnis gab es auch im Turm. Die ganze Festung ist aus Bruchsteinen aufgebaut, die von weißen Backsteinen bedeckt sind. Drei oder vier Reihen von Backsteinen werden als Gürtel im Steinmauerwerk benutzt, sie sind aber hauptsächlich als Dekoration gedacht.

Die Festung stammt aus dem 14. Jahrhundert. Sie erlitt bedeutende Zerstörungen während der kurzen Periode, als sie zur Verteidigung gegen die osmanischen Eroberer diente. Während der türkischen Herrschaft verlor sie ihre Bedeutung.

Belograd
Die Festung von Belogradchik aus dem 13. und 14. Jahrhundert liegt südlich von der Stadt Belogradchik. Sie wurde am nördlichen Abhang des Balkangebirges gebaut. Während der Herrschaft des Sultans Mahmud II. (1808-1839) bekam die Festung ihr heutiges Aussehen. Einer Steininschrift auf dem Portal zufolge wurden die Arbeiten 1837 beendet.

Massive Mauern und Schießscharten umgeben die Festung in drei Schritten wie Terrassen. Die hohen Mauern schließen ein unregelmäßiges Fünfeck mit zwei getrennten Höfen ein, hinter dem sich eine kleine Burg befindet, die von den Römern errichtet wurde. Beide gut befestigten Eingänge der Festung werden mit plastischer Verzierung dekoriert.

Die Festung wurde nach der Wiederherstellung, die 1960 abgeschlossen wurde, in ein offenes Museum verwandelt.

Pernichka
Die Festung Pernichka erhebt sich über der Stadt Pernik. Die Festung wurde von den Thraker gebautund stammt aus dem 4. Jahrhunderts v. Chr. Die Festung hatte massive, bis zu 3 m dicke Mauern, wie man noch an einige Stellen sehen kann. Später wurde die Festung Teil des römischen Reiches. Im 10. - 11. Jahrhundert wurde hier eine der stärksten Zitadellen errichtet, die man Pernik nannte.

Tyrnovgrad
Als die Stadt Tyrnovgrad zur Hauptstadt des bulgarischen Staates erklärt wurde, wuchs sie sehr schnell und schloß die Hügel Carevec, Trapezica und das Ufer des Flusses Jantra, der die beiden Hügel umfließt, ein. Die Festung des Carevec findet man auf einem unzugänglichem Hügel, der ein Gebiet von 10 ha umfasst.

Die Festungsmauer ist aus Bruchstein gebaut und bis zu 3,40 m dick. Es gab drei Eingänge - das Haupttor vom Westen, ein Tor, das den Carevec mit dem Viertel der Kaufleute verbindet, und ein kleines Tor im Norden. Die bemerkenswertesten Gebäude waren der Palast des Königs und der Patriarchenkomplex. Der Palast war aus massiven Steinmauern mit Schießscharten. Die repräsentativen Gebäude waren reich mit plastischer Verzierung, Marmor, Wandgemälden und Mosaiken dekoriert.

Der Patriarchenkomplex lag über dem hohen Plateau des Hügels. Die Kirche dominierte mit ihrer Silhouette die Anlage. Der Trapezicahügel war der zweitwichtigste Teil der Altstadt, er war von Mauern mit Schießscharten umgeben. Der Hauptzugang lag im Süden, die Verbindung zum Carevec geschah mittels einer Brücke über den Fluß. Man har eine große Anzahl von Kirchen und öffentlichen Gebäuden in der Stadt entdeckt. Der bewohnte Hügel Sveta Gora südlich vom Carevec entwickelte sich zu ein kulturelles und religiöses Zentrum.

Hier können Sie im Sommer nach Einbruch der Dunkelheit ein beeindruckendes Schauspiel aus Licht und Musik erleben, das romantisch die Festungsmauern beleuchtet und die bulgarische Geschichte künstlertisch darstellt.

Cepina
Die Festung Cepina wurde auf einem Höhenrücken, der als natürliche Verteidigungsstellung im Nordwestteil der Rhodopen benutzt wird, gebaut. Die Merkmale der Stelle bestimmten den konzentrischen Grundriß des Baus, der die höchsten Teile des Abhangs einschließt.

Die Burg des Feudalherren wurde als Zentrum auf der gleichen Spitze des Berges gebaut. Eine Mauer führte den Abhang hinunter und hat die Festung mit der Stadt verbunden. Zusätzlich wurde damit ein Verteidigungsterritorium geschaffen. Ein polygonaler Turm wurde im inneren Raum des befestigten Komplexes gebaut, als letzte Zuflucht für die Verteidiger der Festung.

Die Festung Cepina war während des Mittelalters eine der wichtigsten in den Rhodopen und spielte die Hauptrolle im Verteidigungssystem des bulgarischen Staates. In vielen historischen Quellen wird sie als uneinnehmbare Zitadelle erwähnt, sie wurde aber während der osmanischen Eroberung zerstört.

Lovechka
In den Felsenhöhlen stromabwärts und auf den steilen Ufern des Flusses Osym wurde Zeichen von Leben aus der Altsteinzeit, der Jungsteinzeit und der Bronzezeit gefunden. Die thrakische Siedlung Melta entstand hier. Der Name Lovech wird zum ersten Mal im 9. Jahrhundert urkundlich erwähnt.

Lovech war eine befestigte Stadt mit eigener Armee. Während des Zweiten Bulgarischen Königreiches war es eine florierende Festungsstadt. Die Festung liegt auf zwei Terrassen in einer freien Form am Rand des Steilufers. Die Mauern sind bis zum 3 m dick. Türme und Spitztürme vervollständigten die Spitze der Mauern. Von Norden her war die Festung durch ein Tor mit Verteidigungsturm zugänglich.