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Reiter von Madara
Das Relief Reiter von Madara stellt einen Reiter in Lebensgröße dar, dem ein Hund folgt und vor den Füßen des Pferdes liegt ein sterbender Löwe. Das Relief wurde an einen Hang über eine Fluß zwischen Varna und Shumen gehauen und ist mehr als 100 m hoch. Insgesamt bedeckt das Relief eine Fläche von 23 qm. Die griechische Inschriften auf dem Relief erzählen von bulgarischen Herrschern und wichtigen Ereignissen.

Das Relief stammt aus dem 8. bis 9. Jahrhundert und ist ein einmaliges Symbol des jungen Bulgarien. Die Darstellung ist realistisch und ohne unnötige Details, sie zeigt die frühe bulgarische mittelalterliche Kunst.

Seit 1979 ist der Reiter von Madara im Weltkulturerbe aufgeführt.

Kirche bei Bojana
Die Kirche bei Bojana in der Nähe von Sofia ist eine der wichtigsten und wertvollsten Altertümer außergewöhnlicher historischer und künstlerischer Bedeutung.

Die Kirche hat man am Fuß des Berges Vitosha gebaut. Der älteste Teil der Kirche stammt einem originalen Manuskript zufolge aus dem 11. Jahrhundert, im Jahr 1295 wurde das zweite Stockwerk der Kirche gebaut und das übrige Gebäude wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vervollständigt.

Sehenswert ist hier besonders die Wandgemälde aus dem Jahr 1259. Der Künstler hat die Anforderungen des ikonographischen Kanons geschickt mit Szenen aus dem wirklichem Leben kombiniert und hat insgesamt 89 Szenen dargestellt, auf denen 240 menschliche Bilder abgebildet sind - eine Kunstgalerie des 13. Jahrhunderts. Die Porträts vom Gründer der Kirche Patron Kalojan und seiner Frau Desislava sowie vom Prinzen Konstantin und seiner Frau Irina stellen den Höhepunkt der Fähigkeiten des Künstlers dar.

Das Monument ist seit 1979 ins Weltkulturerbe eingeschlossen.

Madara
Alles deutet darauf hin, dass Madara die Wiege einer alten Kultur darstellt. Sie ist ein Symbol des bulgarischen nationalen Geistes von seinen tiefen nationalen Wurzeln mit der geistigen Kontinuität von Generationen von Bulgaren durch die Jahrhunderte. Sie liegt zwischen Varna und Shumen. Die Welt erkannte die Wichtigkeit dieser historischen Stelle, indem sie diese ins Weltkulturerbe aufnahm. Viele Funde wie z.B der natürliche Schutz durch die umgebenden Steinformationen, bewohnbare Höhlen, die verschiedenartige und reiche Vegetation, klares Wasser - all dies hat Menschen angezogen, um sich hier in alten Zeiten niederzulassen.

Bereits aus der Zeit 4.000 v. Chr. finden sich hier Spuren der ersten Besiedlung. In den Höhlen wurden wertvolle historische Funde aus der Neusteinzeit und der Kupferzeit gefunden wie z.B. ein thrakischer Schrein mit drei Nymphen und in einer Felswand ist der berühmte "Reiter von Madara", ein Bild alten thrakischen Rittertums, eingemeisselt. In der römischen Zeit gab es auch ein großes Landgut. Später umgab man die große Höhle mit einer Mauer.

Das bedeutungsvollste Merkmal von Madara ist, dass es als ein geistiges Zentrum begründet wurde, ein heidnischer Schrein, eine christliche Basilika, ein mittelalterliches Mönchskloster, ein Schutz für die Kleriker, die dem feudalistischen System in Opposition gegenüberstanden. Mönche lebten hier in der Zeit des Zweiten Bulgarischen Staates und schlugen ihre Zellen, Kirchen und Grüfte in den Stein. Madara ist ein einmaliges Museum und gibt dem Betrachter die Chance, Tausende von Jahren bulgarischer Geschichte zu durchdringen.