Länder Guide Stubaital

Das Stubaital – Urlaub zwischen Blumenwiesen und Gletscherriesen
Das Stubaital (oft auch als "Stubai" bezeichnet) liegt im österreichischen Bundesland Tirol nur wenige Kilometer südwestlich der Landeshauptstadt Innsbruck.

Bei dem Ort Schönberg zweigt das Stubaital in Richtung Westen vom Wipptal, das zum Brenner führt, ab und erreicht nach ca. 35 km die Gipfel des Alpenhauptkammes. Durch den geradlinigen Verlauf des Ruetz-Baches im Talgrund sind die vergletscherten Berge am Talende bereits bei der Einfahrt in das Stubaital gut zu erkennen. Der überwiegend landwirtschaftlich genutzte Talboden mit den Hauptorten Schönberg, Mieders, Telfes, Fulpmes und Neustift wird auf beiden Seiten von hohen Bergketten gesäumt (Kalkkögel, Serleskamm), er steigt nur allmählich nach hinten an und liegt zwischen 900 und 1.100 m.

Der höchste Berg im Talschluss des Stubaitales ist das Zuckerhütl mit 3.507 m, weitere beliebte Ziele für Bergsteiger sind Habicht (3.277 m), Wilder Freiger (3.418 m) und Wilder Pfaff (3.458 m). Insgesamt gibt es im Bereich der Stubaier Alpen 40 Dreitausender und rund 80 Gletscher.

Die Stubaier Gletscherwelt im Talschluss oberhalb der Talstation Mutterbergalm ist mit ca. 700 ha das größte Gletscherskigebiet Österreichs, die Stubaier Gletscherbahn befördert Skifahrer und Snowboarder ganzjährig von 1.700 auf 3.200 m Höhe.

Begonnen hat der Tourismus im Stubaital in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als die ersten Bergwanderer und Sommerfrischler die Vorzüge des Tals und der "Bauernbäder" entdeckten. Ein großer Förderer dieser Bewegung war der bekannte "Gletscherpfarrer" Franz Senn aus Neustift, ein Mitbegründer des Deutschen Alpenvereins. Nach ihm sind hier eine Hütte und ein Wanderweg benannt. Die Eröffnung der Stubaitalbahn im Jahr 1904 brachte immer mehr Besucher in das Tal. Die ersten Ferienwohnungen Stubaital wurden vermietet und alte Bauernhäuser als Ferienhäuser Stubaital ausgebaut.

Auch heute noch ist eine gemütliche Fahrt in der historischen Stubaitalbahn zwischen Innsbruck und Fulpmes ein lohnender Ausflug mit herrlicher Fernsicht. Besondere Panoramablicke versprechen ebenfalls die Aussichtsplattformen auf der Schaufelspitze (Top of Tyrol) und dem Kreuzjoch (Stubai Blick), der Greifvogelpark in Telfes ist v.a. für einen Familienurlaub interessant.

Neben den Bergspitzen sind die zahlreichen Dorfkirchen und Kapellen sowie die Bauernhäuser mit traditioneller Freskenmalerei kulturelle Höhepunkte. Ein besonders schönes Beispiel ist das Gasthaus Domanig in Schönberg, in dem bereits Goethe zu Gast war und Andreas Hofer die Bergisel-Schlachten geplant hat. Noch mehr Kulturgeschichte präsentieren die drei Museen in Fulpmes (Krippen-, Spielzeug- und Schmiedemuseum).

Das Stubaital ist im Sommer ein hervorragendes Wandergebiet mit einer reich strukturierten Landschaft (Gletscher, Almwiesen, Wälder, Wasserfälle) und vielen Ferienwohnungen Stubaital als ideale Ausgangspunkte.

Ein gut markiertes Wegenetz führt die Wanderer unterwegs zu acht Alpenvereinshütten und zahlreichen Jausenstationen. Einige Touren und Klettersteige sind dabei auch etwas länger und anspruchsvoller (u.a. Stubaier Höhenweg, Franz-Senn-Weg, Wilde-Wasser-Weg).

Im Winter sind die Ferienhäuser Stubaital fest in der Hand von Alpin- und Tourenskifahrern sowie Snowboardern, die in vier Skigebieten (Stubaier Gletscher, Schlick2000, Elfer-Lifte, Serlesbahnen) mit insgesamt 140 km Pisten beste Bedingungen vorfinden. Ergänzt wird das Angebot für Wintersportler durch Rodelbahnen und Winterwanderwege – und natürlich Après-Ski.