Länder Guide Anzère

Der kleine Ort Anzère gehört zu der Großgemeinde Ayent im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis.

Er befindet sich oberhalb des Rhonetals und bietet einen wunderbaren Ausblick auf die Walliser Alpen. Vor der Tür von Anzère liegen über ein Duzend Viertausender, auch das überwältigende Mont Blanc Massif ist von hier aus zu sehen.

Die Gemeinde Ayent bietet eine außergewöhnliche Mischung von modernstem Alpentourismus und Tradition. In unmittelbarer Nähe von Anzère befinden sich noch einige sogenannte "Mayens", das sind einfache Alpenhäuser aus Stein und schwarzem Holz gebaut. Der Dorfplatz ist autofrei und bietet gute Gelegenheiten, um Kontakte zu Einheimischen und anderen Gästen zu knüpfen. Beim wöchentlichen Glühwein, der hier aus einem großen Kupferkesseln ausgeschenkt wird, können diese Kontakte weiter vertieft werden.

Das Dorf Anzère ist erst in den 1960iger Jahren entstanden. Zu dieser Zeit war der Tourismus in der Schweiz schon in vollem Gange, so dass der Ort entsprechend geplant wurde.

Doch bei aller Modernität, hat der Ort den Charme eines Bergdorfes behalten. Der Ortskern, das sogenannte Anzère-Village ist besonders schön. Hier schmiegen sich stolze, mit Holz verkleidete Chalets an die Fußgänger Zone. Fußgänger schlendern, unbehelligt von Autos oder Lärm durch eine Galerie von Boutiquen und Restaurants mit Terrassen. Überall gibt es etwas zu sehen und Platz für Kinder und Eltern.

Der kleine Ort im Zentralwallis versprüht jede Menge Charme. Die Menschen hier sind besonders gastfreundlich, und die Häuser und Chalets sind gemütlich. Anzère ist ein Urlaubsort für Sommer und Winter. Prächtige Berggipfel und grüne Wiesen laden zum wandern und klettern ein. Auch Gleitschirmfliegen kann man in dieser Region. Entsprechende Kurse für Anfänger werden ebenfalls angeboten. Anzère verfügt über 35 Kilometer markierte Wanderwege, die im Winter teilweise auch als Schneeschuhwege genutzt werden können. Außerdem hat der Ort 42 Kilometer Skipiste.

Eine der größten Attraktionen der Region ist die "Reines du Valais", die Königinnen der Wallis. Darunter versteht man äußerst kämpferische Kühe, voller Rasse und, wie man sagt, äußerst hochmütig. Dem Urlauber begegnen sie beim Alpaufzug und Abstieg, wo die Siegerin bereits mit der großen, geschmückten Glocke ausgezeichnet ist. Die Entscheidungskämpfe finden am Kantonsfest im Mai statt. Ein Event zu dem jedes Jahr Tausende Zuschauer strömen.

Weitere Sehenswürdigkeiten der Region sind der unterirdische See von Saint-Leonard und die Erdpyramiden in Euseigne.

Die tausendjährige Geschichte der Region wird auf dem Themenparcours der Altstadt von Sion ausgestellt.