Länder Guide Flims

Flims liegt im Bezirk Imboden und gehört zum Schweizer Kanton Graubünden. Der Ort besteht aus den Ortsteilen Flims-Dorf, Flims-Waldhaus, Scheia und Fidaz. Im Winter ist Flims ein beliebter Skiort, im Sommer Ausgangspunkt für Wander- und Radtouren.

Flims hat einige interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Im Schlössli befindet sich das heutige Rathaus. Dabei handelt es sich um einen Palast, der 1682 fertig gestellt und von J. Gaudenz von Capol bewohnt wurde. Ein Teil der ehemaligen Inneneinrichtung, speziell die der großen Stube, wurde im 19. Jahrhundert an das Metropolitan Museum in New York verkauft. Das Schlössli ist trotzdem immer noch ein sehenswertes Gebäude. Etliche Patrizier- und Bürgerhäuser im alten Schweizer Baustil prägen das Ortsbild.

Ein neueres Gebäude, das sich einen Namen auf dem Gebiet der Architektur gemacht hat, ist das sogenannte Gelbe Haus. Das Haus war bis zu seiner Renovierung im Jahr 1998 gelb gestrichen. Heute leuchtet es in strahlendem Weiß, der Name ist jedoch geblieben. Das Gelbe Haus beherbergt eine Ausstellung mit Themen alpiner Architektur und dient als Tagungsort.

Im Hotel Waldhaus ist ein Hotelmuseum untergebracht, das Aufschluss über das beginnende Hotelleben und die Anfänge des Tourismus zur Zeit der Belle Epoque gibt.

Drei Kirchen ergänzen das Flimser Stadtbild. Die katholische Kirche St. Joseph im Ortsteil Waldhaus stammt aus dem Jahr 1936 und ist die jüngste der Kirchen in Flims. Wesentlich älter sind die beiden evangelischen Kirchen.

Im Ortsteil Fidaz befindet sich die St. Simplizi Kapelle, deren Fundamente auf das Jahr 831 datiert werden. Der jetzige Kirchenbau stammt aus dem 13. Jahrhundert. Ähnlichen Datums ist die Kirche St. Martin. Hier sind verschiedene Baustile erkennbar, weil die Kirche mehrfach erweitert wurde. In St. Martin fand 1998 die Bündner Synode statt.

Außerhalb des Ortes, bei Conn, liegt die Aussichtsplattform Il Spir. Der Name ist rätoromanisch und bedeutet Mauersegler. Die Konstruktion besteht aus einem Pfeiler, der an zwei Stellen verankert ist und von einem Zugkabel gehalten wird. Er ragt über die 400 Meter tiefe darunter liegende Schlucht. In Verbindung mit der dreieckigen hölzernen Aussichtsplattform ergibt sich die Form eines Mauerseglers.

Beim Nachbarort Falera befindet sich die größte Megalithanlage der Schweiz. Der Parc la Mutta ist eine Steinreihe mit einer Gesamtlänge von 400 Metern. La Mutta stammt aus der rätoromanischen Sprache und heißt Hügelkuppe. In astronomischer Anordnung stehen dort 36 Menhire und einige Schalensteine. Die Menhire sind Findlinge aus Diorit oder Granit, der größte Stein ist mehr als zwei Meter hoch. Im Sommer gibt es Führungen durch die Anlage.