Länder Guide Untere Karpaten

Gebirge, Wälder, Flüsse, reiche Natur - das ist das Wesen der Woiwodschaft "An den Karpaten".

In dieser Region liegt das Gebirge "Bieszczady" - das wildeste in diesem Teil Europas. Malerisch und selten bewohnt (wunderbare Bergweiden, attraktive Gebirgswanderwege).

In dem Nationalpark "Bieszczady" leben u.a. Wölfe, Bären, Adler, Luchse und Wildkatzen.

Die Süd- und Ostgrenze der Woiwodschaft Podkarpackie (Untere Karpaten) deckt sich mit der Staatsgrenze Polens, deshalb grenzt diese Region an zwei Nachbarländer des Landes, an die Ukraine und die Slowakei.

Diese Region ist sehr reich an verschiedenen Landschaftsparks und Landschaftsschutzgebieten sowie Naturreservaten, von denen es hier über 20 Anlagen gibt.

Gute Vorzüge im Bezug auf die Landschaften, Natur und historisches Erbe machen diese Region zu einer der attraktivsten im Land. In dieser Region finden Sie attraktive Städte und Städtchen wie der altertümliche Przemysl, Sanok (Skansen und Ikonenkollektion), Lancut mit dem einzigartigen Kutschenmuseum, die Renaissancestadt Krasiczyn.

Lage und Natur
Die Beskid Sadecki/Sandezer Beskiden an der Grenze zur Slowakei sind ein sehr beliebtes Wintersportgebiet Polens.

Der Poprad-Fluss entspringt in der Slowakei, aber die schönsten Abschnitte liegen auf polnischer Seite von der Grenze bis zum Zusammenfluss mit dem Dunajec. An seinen Ufern liegen einige schöne Ferien- und Kurorte, die gute Ausgangspunkte für Wanderungen in die Beskid Sadecki sind.

In Rytro findet sich die Ruine eines Schlosses aus dem 12. Jahrhundert. Piwniczna, Zegiestow und Muszyna sind bekannte Kurorte. Am Fuße der Gebirgskette und der benachbarten Kleinen Beskiden gibt es eine Reihe von sehenswerten Orten.

Den östlichsten Teil der Beskiden bilden die Bieszczady. Die höchsten Gipfel reichen knapp über 1300 Meter. Hier entspringt der San, ein Nebenfluss der Weichsel. Die Region zählt zu den am dünnsten besiedeltsten Gebieten in Polen. Hier gibt es noch Wölfe, Bären und Schlangen. Der südöstliche Teil ist als Nationalpark besonders geschützt.

Der Dunajec-Fluss
Der Fluss entspringt aus zwei Quellen in der Hohen Tatra. Weißer und Schwarzer Dunajec vereinen sich bei Nowy Targ und fließen dann gemeinsam Richtung Nowy Sacz. Der obere Bereich ist für erfahrene Kajakfahrer eine reizvolle Strecke mit teilweise starkem Gefälle. Der schönste Abschnitt des Dunajec liegt im Bereich des Pieniny-Nationalparks.

Eine Attraktion sind die Fahrten mit Floßen über den Dunajec. Diese werden von Goralen in ihren typischen Trachten gesteuert. Die zwei- bis dreistündige Tour führt durch den Dunajec-Durchbruch, wo sich die Wände des Pieniny-Gebirges teilweise bis zu 300 Meter fast senkrecht erheben. Die Tour beginnt in Sromowce Wyzne und endet in dem bekannten Kurort Szczawnica.

Sport und Aktivitäten
Sportliche Urlauber finden hier ein gutes Betätigungsfeld. Die Region eignet sich für Wander- und Fahrradtouren. Pferdewanderungen auf den einheimischen Huzulen-Pferden werden zum Beispiel in Polana und Muczne angeboten. Im Winter gibt es gute Möglichkeiten zum Skilanglauf. Im Sommer kommen Segler und Surfer auf dem Solina-Stausee auf ihre Kosten. Ein Paradies für Wassersportamateure ist der wunderbar zwischen grünen Bergen gelegene Stausee "Jezioro Solinskie".

Nowy Sacz/Neu Sandez
Nowy Sacz liegt nördlich der Beskid Sadecki/Sandezer Beskiden und ist ein guter Ausgangspunkt zur Erkundung der Bergregion. Das mittelalterliche Stadtbild ist weitgehend erhalten geblieben, nach Krakau gibt es hier den zweitgrößten Marktplatz in Kleinpolen.

Das hübsche Rathaus stammt aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, die Bürgerhäuser ringsum sind noch älter. Die ursprünglich gotische Margarethenkirche wurde im 19. Jahrhundert umgestaltet. Die ehemalige Synagoge in der ul. Berka Joselewicza aus dem Jahre 1746 wird heute als Galerie für zeitgenössische Kunst genutzt. Im Nordteil der Stadt befindet sich die Ruine eines Schlosses aus dem 14. Jahrhundert. Das Freilichtmuseum im Stadtteil Falkowa zeigt eine Sammlung typischer alter Katen, Kirchen und Speicher der Region.

Krosno
Die Stadt Krosno liegt am Rande der Kleinen Beskiden zwischen Nowy Sacz und der Grenzstadt Przemysl. Der Marktplatz von Krosno zählt zu den schönsten in Polen und ist eingerahmt von prächtigen Bürgerhäusern mit Laubengängen. Im ehemaligen Bischofspalais in der Pilsudskiego gibt es eine Abteilung zur Geschichte der Beleuchtung mit einer Sammlung von alten Öllampen.

Die älteste Erdölförderstelle, von Lukasiewicz 1854 eröffnet, befindet sich südwestlich von Krosno, in Bobrka. Dort wurde ein Freilichtmuseum mit alten Geräten eingerichtet.