Länder Guide Pommern

Diese reizvolle Ferienregion umfasst die beiden Woiwodschaften Westpommern und Pommern mit den Hauptstädten Szczecin/Stettin und Gdansk/Danzig.

Etwa 200 - teilweise miteinander verbundene - Seen zählt das Gebiet der Pommerschen Seenplatte südlich von Koszalin/Köslin.

Die malerische Landschaft ist touristisch noch nicht sehr stark erschlossen, dadurch ideal für alle, die Erholung suchen oder Interesse an Wasserwanderungen haben.

Pommern in Nordpolen, an der Ostsee und der Danziger Bucht. Über 300 km Uferlinie. Erholung an den schönen und weiten Stränden der Ostsee. Sehr gute Bedingungen für das Betreiben von Wassersport und Baden im Meer. Ein Reichtum von originalen Landschaften, viele nacheiszeitliche, klare und zwischen den waldbewachsenen Hügeln versteckte Seen. Die Seen (die Kaschubische Schweiz), Naturreservate und Naturdenkmäler regen zu Fuß- und Radwanderungen an.

Eine einmalige Attraktion ist der Slowinski Nationalnaturschutzpark mit einer großen Fläche von Wanderdünen. Kulturdenkmäler? Gibt es sehr viele. Vor allem muß man die einzigartige 1000 Jahre alte Stadt Danzig und die berühmte Kreuzritterburg Malbork (Marienburg) nennen.

Lage
Mit der günstigen geographischen Lage an der Weichselmündung und der Ostseeküste hat die Woiwodschaft Pomorskie (Pommern) die Fläche von 18.000 km², was fast 6% der Gesamtfläche Polens ausmacht. Das Gebiet hat über 2 Millionen Einwohner, 69% davon sind die Stadtbewohner.

Kaschubische Schweiz
Die Kaschubei umfasst nicht nur den Küstenabschnitt nordwestlich von Gdansk, sondern auch im Landesinneren ein reizvolles Seengebiet, die Kaschubische Schweiz, auf polnisch Pojezierze Kaszubskie. Das typische Moränengebiet mit eiszeitlichen Hügeln von bis zu 200 Metern und rund 250 Seen gilt als eines der größten polnischen Waldgebiete.

Die gesamte Region ist sehr dünn besiedelt. Kleine Alleen mit wenig Verkehr führen vorbei an alten Gehöften und durch gepflegte Dörfer. Auch in der Hochsaison ist es nicht schwer, irgendwo ein ruhiges, schönes Plätzchen zum Baden zu finden.

Etwa 200.000 Nachfahren vom slawischen Stamm der Kaschubei leben noch in der Region. Ihre Kultur wird staatlich gefördert. Berühmt sind Töpferarbeiten und Stickereien im charakteristischen Blau mit Blütenmustern.

Kultur
Die zahlreichen Kulturveranstaltungen, ein reiches und intensives Kunstleben sowie interessante Ausstellungen.

Bialy Bor/Baldenburg
Bialy Bor befindet sich östlich von Szczecinek. Die Kleinstadt ist vor allem durch das dortige staatliche Gestüt bekannt. Dort werden Reitmöglichkeiten und -unterricht geboten.

Czaplinek/Tempelburg
Sie liegt am Südzipfel des Drawsko-Sees, der zu den größten und tiefsten Seen der Region zählt.

Polczyn Zdroj/Bad Polzin
Polczyn Zdroj ist ein traditionsreicher Kurort am nördlichen Rand des Seengebiets. Schon Ende des 17. Jahrhunderts wurden hier Mineralquellen entdeckt, wenig später kamen die ersten Fürsten hierher zur Kur. Der große Kurpark stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, um diese Zeit wurde auch das erste Kurkrankenhaus errichtet. In der Altstadt rund um den Markt gibt es noch zahlreiche hübsche Jugendstilhäuser. Das Schloss datiert ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert, wurde aber später mehrfach umgebaut.

Szczecinek/Neustettin
Szczecinek ist der touristisch interessanteste Ort. In der Stadt befindet sich Reste eines Schlosses der pommerschen Herzöge, deren älteste Teile aus dem 14. Jahrhundert stammen. Im Gotischen Turm in der ul. Ks. Elzbiety 6 ist heute ein Regionalmuseum untergebracht.

Gdansk/Danzig
Die ehemalige Hansestadt Gdansk/Danzig zählt heute rund 460.000 Einwohner. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das gesamte Stadtzentrum wieder nach historischem Vorbild aufgebaut. Die Hafenstadt ist heute ein wichtiges Wirtschafts- und Kulturzentrum und Verwaltungssitz der Woiwodschaft Pommern.

Sehenswürdigkeiten
Die meisten prachtvollen Patrizierhäuser entstanden ursprünglich im 16. Jahrhundert. Die schönsten Gebäude finden sich im Stadtteil Glowne Miasto. Die neun Hauptstraßen des Viertels führen durch prächtige Stadttore zum Ufer der Mottlau. Sie werden von zahllosen kleinen Gassen geschnitten.

Herzstück ist der Königsweg, der vom Hohen Tor, Brama Wyzynna, durch die Lange Straße und über den Langen Markt (ul. Dluga und Dlugi Targ), führt. Schönstes Gebäude am Langen Markt ist der Artushof, im 15. Jahrhundert als Verbandshaus errichtet und kürzlich saniert.

Der Neptunbrunnen vor dem Gebäude datiert aus dem 17. Jahrhundert und ist ein beliebter Treffpunkt. Nebenan im Rechtsstädtischen Rathaus (14.-16. Jahrhundert) kann in prunkvollen Sälen die Ausstellung des Historischen Museums besichtigt werden. Der 82 Meter hohe Turm bietet einen phantastischen Ausblick auf die Stadt.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in diesem Viertel zählt die gotische Marienkirche, das größte Gotteshaus in Polen. Sie fasst mehr als 20.000 Menschen. Im Inneren befindet sich eine meisterhafte 14 Meter hohe astronomische Uhr aus dem 15. Jahrhundert.

Das hölzerne Krantor an der Mottlau stammt aus dem Jahre 1444 und wird heute als Schifffahrtsmuseum genutzt. Am gegenüberliegenden Ufer befinden sich die historischen Speicher der Stadt.

Die Kathedrale im Stadtteil Oliwa ist durch die hervorragende Akkustik ihrer Orgel weltberühmt. Die ältesten Teile des Baus stammen aus der Zeit um 1200. Die Kathedrale umgibt ein sehr schöner Park.