Länder Guide Podlasien

Die Woiwodschaft Podlasien mit dem Verwaltungszentrum Bialystok liegt in Nord-ost Polen. Eine Seenregion mit zahlreichen Flüssen und Kanälen.

In der urtümlichen Region finden Naturliebhaber reizvolle Feriengebiete.

Südöstlich von Bialystok beginnt das große Waldgebiet der Puszcza Bialowieska, in dessen Zentrum sich der Bialowieza-Nationalpark, einer der letzten Urwälder Europas, befindet.

Ganz im Nordosten des Landes, kurz vor der Grenze zu Litauen, liegt die Region Podlasien. Ethnisch, kulturell und in Hinsicht Religion - ein sehr interessantes Land. Hier wohnen nicht nur Polen, aber auch Weißrussen, Russen, Litauer und sogar Tataren.

Natur und Tierleben
In der Gabel der Flüsse Narew und Biebrza liegt der Nationalnaturpark "Biebrza"- ein riesiges Sumpfgebiet und Zufluchtsort verschiener Tiere. Im Osten der Woiwodschaft - der Urwald Bialowierza, der eingetragen wurde auf die Liste der Biosphäre - Reservate und der Welterbschaft UNESCO. Dort kann man Wisente, Hirsche, Elche und auch polnische Kleinpferde - Tarpanen, bewundern.

Ganz im Nordosten des Landes, kurz vor der Grenze zu Litauen, findet sich zwischen den Städten Suwalki und Augustow ein großes Seengebiet, das für Naturliebhaber besonders reizvoll ist.

In dem Bereich von vier Naturschutzgebieten befinden sich die für ganz Europa einzigartigen Anlagen - der Urwald Puszcza Bialowieska (Nationalpark Bialowieski Park Narodowy, die einzige Anlage der Art in Polen, die von der UNESCO in das Weltregister des Naturerbes eingetragen worden und zugleich eines der vier anerkannten Biosphäre-Reservate ist). Das Tal des Flusses Narew (Nationalpark Narwianski Park Narodowy). Bagna Biebrzanskie, die Sümpfe der Flussniederung von Biebrza, (Nationalpark Biebrzanski Park Narodowy) und der Komplex von rinnenförmigen Seen (Nationalpark Wigierski Park Narodowy).

Außer den Nationalparks gibt es in diesem Gebiet auch 4 weitere Landschaftsschutzgebiete. Darüber hinaus soll hier auch von den weiteren 83 Naturreservaten sowie Landschaftsschutzgebieten erwähnt werden.

Augustow
Die Stadt ist von drei Seen umgeben und ein bekanntes Segelzentrum. Von hier aus finden auch Ausflugsfahrten der Weißen Flotte statt. Die Pusczca Augustowska ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Polens. Eine beliebte, fast 100 Kilometer lange Paddelstrecke führt durch den Urwald über den Augustow-Kanal und den Fluß Czarna Hanka.

Lomca
Lomca am Rande der Puszcza Kurpiowska wurde im Krieg stark zerstört, doch einige wichtige Bauwerke wurden inzwischen wieder errichtet. Wahrzeichen der Stadt ist die Anfang des 16. Jahrhunderts erbaute Kathedrale. Im Bezirksmuseum in der ul. Krzywe Kolo 1 werden archäologische und volkskundliche Sammlungen gezeigt. Im nahe gelegenen Ort Nowogrod gibt es ein Freilichtmuseum mit alten Bauernhäusern sowe Windmühlen und Werkstätten aus der Region.

Suwalki
Suwalki wurde 1993 für seine Bemühungen zum Schutz der natürlichen Umwelt vom Europarat ausgezeichnet. Im Zentrum der Stadt, rund um den Plac Pilsudskiego, gibt es einige schöne spätklassizistische Bauten. Auf einer Halbinsel im nahegelegenen Wigry-See entstand Ende des 18. Jahrhunderts ein Kloster des Kamaldulenser-Ordens, das heute als Erholungszentrum dient.

Tykocin
Tykocin liegt westlich von Bialystok. Hier gibt es eine Synagoge aus dem Jahr 1642, in der heute ein jüdisches Museum untergebracht ist.

Bialystok
Die Stadt erlebte im frühen 19. Jahrhundert seinen Aufschwung mit der Entwicklung der Textilindustrie. Im 2. Weltkrieg stark zerstört, zählt die Stadt heute eine Viertelmillion Einwohner und ist Verwaltungssitz der Woiwodschaft Podlasien.

Wichtigstes Baudenkmal ist das barocke Branicki-Schloss im Stadtzentrum, das wegen der im Rokoko-Stil angelegten Gartenanlagen auch "polnisches Versailles" genannt wird.

Das Rathaus am alten dreieckigen Marktplatz, Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet, beherbergt heute das Museum für regionale Kultur. Gezeigt werden dort Arbeiten der Webkunst sowie wertvolle Fresken aus dem 16. Jahrhundert.

Östlich von Bialystock, nahe der Grenze zu Weißrussland, leben in den Dörfern Kruszyniany und Bohoniki noch Nachfahren der Tartaren, die bis heute ihren moslemischen Glauben bewahrt haben. Dort gibt es noch hölzerne Moscheen.