Länder Guide Oppeln

Die Woiwodschaft Opole (Oppeln) ist das Zentrum der deutschsprachigen Minderheit in Polen und bietet eine Reihe von kulturgeschichtlich interessanten Orten.

Zu den touristischen Attraktionen gehören u.a. die Opawa Gebirge - wo einst Silber gefördert wurde und der Heilige Anna-Berg mit dem Landschaftspark und größtem Amphitheater in Europa.

Oppeln ist die kleinste Woiwodschaft Polens. Eine industrialisierte Region, aber auch wegen gut entwickelter Landwirtschaft sowie Touristik bekannt. Die Woiwodschaft ist wegen der reichen Geschichte und bedeutsames Erbe eine Reise wert.

Das Land ist reich an Kultur. Außerordentliche Kulturdenkmäler findet man in Paczków ("polnisches Carcassone"), Brieg, Neiße und Oppeln (Rathaus, alte Bürgerhäuser, Verteidigungstürme), der Hauptstadt der Region und Liederfestivale.

Sport und Aktivitäten
Ein unumstrittener Vorzug dieser Region ist deren umfangreiches touristisches und Erholungsangebot. Das 770 km lange Wanderroutennetz, das die Gebirge Góry Opawskie und Góry Swietej Anny, Waldgebiete, Täler und Hohlwege umfasst, bietet eine hervorragende Möglichkeit, den Wander- und Radtourismus zu betreiben.

Unterschiedliche Wassersportarten zu treiben oder zahlreiche Erholungsurlaubanbote zu genießen sind an einem der drei künstlich hergerichteten Gewässer Jezioro Turawskie, Jezioro Otmuchowskie und Jezioro Glebinowskie möglich.

Sehenswert
Diese Region ist auch für den Reichtum an hochrangigen Sehenswürdigkeiten berühmt. Die meisten Baudenkmäler befinden sich in Oppeln, Nysa (Neiße), Brzeg (Brieg) und Paczków (Patschkau), wo sich nicht nur die unschätzbaren Altstädte bis heute erhalten haben, sondern auch die mittelalterlichen Befestigungen, unter denen vor allem Patschkau (oft als "Carcassonne Schlesiens" bezeichnet) glänzt, die gotischen und barocken Kirchen und Schlösser, zumal das in Otmuchów, das für die welteinzige Treppenanlage für Pferde bekannt ist sowie die Rathäuser aus den Renaissance-Zeiten.

Zu den Perlen der Architektur zählt man das Renaissance-Schloss der Piasten in Brieg, das häufig auch "das schlesische Wawel-Schloss" genannt wird. In dem Gebiet Oppelnschlesiens haben sich ebenfalls die meisten Holzkirchen erhalten, die sich vorwiegend auf der Linie Oppeln - Kluczbork (Kreuzburg) - Olesno (Rosenberg) befinden.

Die Besichtigung dieser Kirchen erleichtert eine extra abgesteckte, 100 km lange "Route des sakralen Holzbauwesens", die mit dem Freilichtmuseum des Oppelner Dorfes in Opole - Bierkowice beginnt und weiter über Czarnowasy, Dobrzen Wielki, Kolanowice, Laskowice, Bierdzany, Laskowice Wielkie, Laskowice Male, Chocianowice, Stare Olesno, Olesno und Wedrynia verläuft.

Oppeln
Die Stadt Oppeln an der Oder gehört zu den größten Städten Schlesiens. Das Rathaus auf dem Marktplatz ist dem Palazzo Vecchio in Florenz nachempfunden und wurde erst im Jahr 1932 gebaut. Die am Markt wieder aufgebauten barocken Bürgerhäuser weisen für die Stadt typische abgerundete Erker auf. Sehenswert ist die Franziskaneranlage mit Kloster und Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Die Domkirche ist die älteste Kirche von Opole. Sie brannte mehrmals aus und erhielt ihre heutige Form mit zwei markanten Türmen im Jahr 1899. Ein Freilichtmuseum befindet sich im westlichen Stadtteil Bierkowice. Dort ist auf zehn Hektar Fläche ein altes schlesisches Holzdorf aufgebaut. Malerei und archäologische Funde sowie Exponate zur Geschichte zeigt das Regionalmuseum am Maly Rynek 7.

In der Stadt gibt es mehrere Galerien, ein Theater, ein Puppentheater und eine Philharmonie. Das Freilufttheater in der Nähe des Piastenturms wurde 1997 neu gebaut und bietet 5.000 Plätze. In den Bau wurden Fragmente des ehemaligen Piastenschlosses eingefügt, die während der Arbeiten entdeckt wurden.

Die Stadt ist zugleich die Hauptstadt der polnischen Popmusik, in der sich das Kulturleben deren Einwohner konzentriert.