Länder Guide Masowien

Masowien, die Ebene um Warschau, hat vielerlei Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Flachland, Felder, Wiesen. Im Herz der Region - Warschau, Verwaltungs-, Business- und Touristikzentrum des Polens. Sehenswürdig ist u.a. das Königsschloß und die rekonstruierte Altstadt.

Einige Kilometer weiter - ein natürliches Naturkomplex - der Urwald von Kampinos mit wertvollen und einmaligen Exemplaren der Fauna und Flora.

Die Fläche der Woiwodschaft beträgt 35.597 km², was 11,4% der Gesamtfläche Polens ausmacht. Die Woiwodschaft Masowien ist durch über 5 Millionen Menschen bewohnt, was über 13% der Gesamteinwohnerzahl des Landes ausmacht. Diese Woiwodschaft zählt auch zu den größten Regionen Europas. Die Landeshauptstadt Warszawa hat über 1,6 Mio. Einwohner.

Hier finden Sie u.a. Plock, Pultusk und die Kurorte Konstancin und Otwock. Zu der Woiwodschaft gehört auch die Region Kurpie, mit originaler Folklore und originalen Holzbauten.

Auch wenn man wenig Zeit hat, sollte man wenigstens einen Ausflug in den wunderschönen Wald des Kampinoski-Naturparks oder nach Zelazowa Wola, in den Geburtsort Chopins, machen. Der nördlich von Warszawa gelegene Stausee Jezioro Zegrzynskie ist ebenfalls ein beliebtes Erholungsgebiet.

Der Kampinoski-Nationalpark
Der Kampinoski-Nationalpark/Puszcza Kampinoska, der an den Warschauer Vorort Zoliborz angrenzt, erstreckt sich über eine Fläche von rund 400 Quadratkilometer westlich der polnischen Hauptstadt.

Dieser lichte Wald ist eine ideale Erholungsstätte. Wie in allen Nationalparks wird sorgfältig über den natürlichen Reichtum des Waldes gewacht, um die vielfältige Flora und Fauna zu erhalten (von Zeit zu Zeit sichtet man Elche, Wildschweine und Biber, die vor kurzem wieder hier angesiedelt wurden). Für Fußgänger (und Langläufer) gibt es keine nennenswerten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit.

Wola, der Geburtsort Chopins
Fünfzig Kilometer westlich von Warschau, am westlichen Rand des Kampinoski-Nationalparks, liegt das kleine Dorf Zelazowa Wola, der Geburtsort des Komponisten und Nationalhelden Fryderyk Chopin. In seinem Geburtshaus ist ein Museum eingerichtet. Im Park finden während der Sommermonate sonntags Konzerte mit Klaviermusik von Chopin statt. Die Fahrt durch die hügelige masowische Landschaft ist eine willkommene Abwechslung nach der Stadt.

Plock
Die Stadt liegt nordwestlich von der Hauptstadt malerisch an der Weichsel. Die Stadt birgt zahlreiche kulturgeschichtliche Schätze. Die Altstadt wird geprägt durch ein Ensemble von Bürgerhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Das 1825 errichtete Rathaus zählt zu den schönsten klassizistischen Bauten Polens.

Sehenswert ist die Kathedrale auf dem Domhügel, die ursprünglich in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet und später mehrfach umgebaut wurde. Die ältesten Teile der nebenan gelegenen Burg stammen aus dem 14. Jahrhundert. Die Anlage wurde in den 60er Jahren restauriert und beherbergt heute das Masowische Museum.

Pultusk
Die Stadt liegt 60 km nördlich von Warszawa am Narew-Fluss. Am großen Rynek/Marktplatz steht das barocke Rathaus und daneben ein gotischer Wehrturm. Die Pfarrkirche am Markt wurde im 15. Jahrhundert errichtet und später von Giovanni Battista di Venezia im Renaissancestil umgebaut. Das von einem Park umgebene Schloss wird heute als Hotel genutzt. Teile der mittelalterlichen Stadtmauern sind noch erhalten.

Warszawa
Diese Hauptstadt entwickelt sich zu einer der wichtigsten Metropolen in der Mitte Europas. Die Stadt verfügt über zahlreiche wertvolle Architekturdenkmale und ein sehr umfangreiches Kulturleben zieht Besucher aus aller Welt an.

Sehenswürdigkeiten- eer heute Rynek Starego Miasta, den Marktplatz der Altstadt betritt, kann sich kaum vorstellen, dass dieses Viertel 1945 vollständig in Schutt und Asche lag. Vier Jahre später standen dort bereits wieder die ersten Häuser und 1953 war der Wiederaufbau im alten Stil abgeschlossen. Seitdem ist der Platz wieder Mittelpunkt des städtischen Lebens.

Viele Geschäfte, Restaurants und Kaffeehäuser haben eine lange Tradition. Die Weinstube Winiarnia Fukierowska existiert bereits 300 Jahre.

Die gesamte Altstadt steht als Weltkulturerbe unter dem besonderen Schutz der UNESCO.

Das nahe Königsschloss am Plac Zamkowy wurde bis 1984 vollständig wieder aufgebaut. Die Warschauer Bevölkerung hatte viele wertvolle Teile aus den Trümmern gerettet. Früher gehörte das Schloss den Fürsten von Masowien, Ende des 16. Jahrhunderts wurde es zur königlichen Residenz umgebaut.

Direkt davor steht das älteste Denkmal der Stadt, die eindrucksvolle Säule des Königs Sigismund III. Wasa aus dem Jahre 1644. Einige hübsche Bürgerhäuser komplettieren das bedeutende Ensemble.

Am Schlossplatz beginnt der Königsweg zum Schloss Wilanow am Stadtrand von Warszawa. Der Weg führt durch die Straße Krakowskie Przedmiescie mit sehenswerten barocken Bauten, die beliebte Einkaufsstraße Nowy Swiat und die Ujazdowskie-Allee im Regierungs- und Botschaftsviertel.

Sehenswert im Zentrum ist der 235 Meter hohe Kulturpalast aus der Stalin-Ära mit Ausstellungs- und Kongressräumen, Kinos, Theater und Restaurants. Vom 30. Stock bietet sich die beste Aussicht auf die Stadt.