Länder Guide Lodz

Lodz liegt im Herzen Polens, auf der Kreuzung wichtigster Verkehrs- und Wanderstrecken. Die Haptstadt ist Lodz - das Zentrum der Textilindustrie.

Die Region ist u.a. wegen der schönen Natur berühmt - es gibt hier viele Naturschutzgebiete, Parks und Grünanlagen.

Stark ist hier die Volkskultur. Die Umgegend von Lowicz und Opoczno sind von der einmaligen, malerischen Volkskunst berühmt. In vielen Galerien wird das Volkskunstschaffen präsentiert.

Die Woiwodschaft Lodz ist genau in der Mitte Polens situiert, im Grenzgebiet von den drei historischen Gebieten Polens: Großpolen, Masowien und Malopolska. Hier kreuzen sich internationale Verkehrsstraßen die aus dem West- nach Osteuropa und aus dem Nord- nach Südeuropa führen.

Lodz ist geprägt durch die gleichnamige Stadt, die zweitgrößte Stadt Polens. Ringsum gibt es einige wertvolle Kulturgüter zu besichtigen.

Arkadia ist ein berühmter Landschaftsgarten, den die Fürstin Helena Radziwill 1780 anlegen ließ. Er befindet sich sechs Kilometer von Lowicz entfernt. In dem malerischen Garten mit Seen und Bächen wurden Pavillons, eine dem gotischen Stil nachempfundene Kapelle und der klassizistische Diana-Tempel errichtet.

Lowicz ist bekannt für seine farbenfrohen Trachten, die im Museum am Rynek Kosziuszki zu betrachten sind. Dort werden auch heimische Malereien und Töpferarbeiten ausgestellt. Die beiden Marktplätze der Altstadt sind von Bauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert gesäumt. Sehenswert sind die Stiftskirche aus dem 15. Jahrhundert, die später im barocken Stil umgebaut wurde, und das klassizistische Rathaus am Rynek Kosziuszki.

Nieborow ist einer der berühmtesten Paläste in Polen. Das Schloss wurde im Krieg zerstört und später originalgetreu wieder aufgebaut. Der zweigeschossige Bau wurde von 1690 bis 1696 durch Tylman von Gameren im Stil des Barock für den Kardinal Radzjejowski errichtet. Rund 100 Jahre später ging er in den Besitz der Fürsten Radziwill über und wurde teilweise klassizistisch umgebaut. In diese Zeit fällt auch die Anlage eines großen englischen Gartens. Das Schloss ist heute eine Dependance des Warschauer Nationalmuseums und stellt die wertvollen Kunstsammlungen der Radziwills aus.

Piotrkow Trybunalski
Piotrkow Trybunalski südlich von Lodz, war ab 1578 Sitz des Krontribunals. Das gotische Königsschloss ist während der Schwedenkriege zerstört und später als Burg im Stil der Gotik und der Renaissance wieder aufgebaut worden. Heute ist dort ein Bezirksmuseum untergebracht. Im 16 km entfernten Ort Podklasztorze gibt es eine sehenswerte Zisterzienserabtei mit einer romanischen Basilika.

Tum - In dem Ort nördlich von Lodz findet sich eine wertvolle romanische Stiftskirche. Die dreischiffige Basilika entstand in den Jahren 1141 bis 1161 und ist heute die größte romanische Kirche in Polen.

Die Stadt Lodz
Die Stadt ist ist ein Dienstleistungszentrum mit einer sehr aktiven Kulturszene. Die ehemaligen Textilfabriken und prunkvollen Fabrikantenpaläste prägen bis heute das Bild der Stadt.

Natur
Touristen werden von der unverschmutzten Umwelt, den schönen Landschaften und dem Kulturerbe der Region verlockt.

Im Gebiet der Woiwodschaft Lódzkie befinden sich 8 Naturreservate und einige Landschaftsschutzgebiete. Durch eigenartige Vorzüge i'm Bezug auf die Erholungsmöglichkeiten ist das Sammelgebiet des Flusses Pilica gekennzeichnet. Das touristische Hinterland der Flussniederung von Pilica ist sehr gut entwickelt. Am Fluss Pilica liegt die Ortschaft Spala, wo sich das gesamtpolnische Sportzentrum befindet, in dem es u.a. einen modernen Komplex von Sportanlagen gibt.

Ein Paar Kilometer von Spala entfernt befindet sich das Haff Zalew Sulejowski. Das Gewässer ist durch die Wasseraufstauung auf dem Fluss Pilica entstanden. Es ist der fünftgrößte Stausee Polens und zugleich einer der beliebtesten Erholungsstätten des Ballungsgebietes Lodz.