Länder Guide Ermland-Masuren

Diese Region umfasst die beiden Woiwodschaften Ermland-Masuren sowie Podlasien im Nordosten. Sie gilt als die grüne Lunge Polens und bietet Sportlern und Naturliebhabern die besten Voraussetzungen.

Ermland und Masuren, die Landschaft im Nordosten Polens und im Süden des ehemaligen Ostpreußen, ist seit vielen Jahren ein beliebtes Reiseziel für erholungsuchende Touristen. Das Gebiet der Großen Masurischen Seen gehört zu den wichtigsten Feriengebieten Polens.

Die wunderschöne Landschaft mit den eingebetteten, zahlreichen malerischen Seen, den Kanälen und Flüssen, den ausgedehnten Waldgebieten und den Naturreservaten bietet insbesondere für Naturliebhaber, Wassersportbegeisterte und Fahrradfreunde zahlreiche Möglichkeiten für die "schönste Zeit des Jahres".

Die gesamte Region ist von Wäldern und mehreren tausend Seen geprägt. Dazwischen finden sich weit verstreut kleine Straßendörfer und Gehöfte.

Aktivitäten
Man kann alles hier besichtigen, in dem man sich auf den abwechslungsreichen Wander-, Rad-, Wasser- oder Reitrouten, letzten Endes auch mit dem Auto fortbewegt.

Die meisten Seen bieten sehr gute Bedingungen zum Baden. Daneben gibt es zahlreiche weitere Angebote für sportliche Urlauber. Beliebt sind Touren mit dem Paddelboot. Für Fahrradtouren ist die verkehrsarme Region gut geeignet.

Flora und Fauna
Masuren verdankt seine Faszination unter anderem seiner reichen und vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt. In den Dörfern und auf den Feldern trifft man Adebar - den Storch. Er nistet auf Telefonmasten und Hausgiebeln, und kommt jedes Jahr im Mai zu seinem Nest zurück.

Geschichte
Über Jahrhunderte gehörte Ermland und Masuren zu Preußen und dem Deutschen Reich; nach Kriegsende fielen sie an Polen. Die meisten Deutschen und Masuren wurden vertrieben; von den wenigen, die noch blieben, nutzten fast alle die Ausreisemöglichkeiten in den 70er Jahren. Mit den Spuren der Vergangenheit wird man überall konfrontiert und vom herben Reiz der Landschaft hat Masuren nur wenig verloren.

Kultur
Ermland und Masuren mit der Stadt Allenstein als Mittelpunkt ist aber auch eine alte Kulturlandschaft - zahlreiche sakrale Baudenkmäler, Schlösser und in der Zeit des Ordensstaates gegründete Burgen zeugen von dem Wirken der hier lebenden Menschen und laden zu Besichtigungstouren in den Ortschaften und Städten.

Natur- und Nationalparks
Große Teile der Region sind als Natur- oder Nationalparks ausgewiesen. Der Nationalpark im Bereich des Biebrza-Flusstals ist das letzte natürliche Sumpf- und Torfmoorgebiet in Europa.

Südöstlich von Bialystok beginnt das große Waldgebiet der Puszcza Bialowieska, in dessen Zentrum sich der Bialowieza-Nationalpark einer der letzten Urwälder Europas befindet.

Es gibt hier ca. 4000 Seen, die meistens durch die Flüsse und Kanäle miteinander verbunden sind. Die größten Seen sind der Sniardwy (Spirdingsee) und der Mamry (Mauersee), beide mit der Fläche von über 100 km². Dort befinden sich die bekanntesten Ferienorte: Gizycko/Lötzen, Mikolajki/Nikolaiken, Ruciane-Nida/Rudschanni und Wegorzewo/Angerburg.

Ganz im Nordosten des Landes, kurz vor der Grenze zu Litauen, findet sich zwischen den Städten Suwalki und Augustow ein großes Seengebiet, das für Naturliebhaber besonders reizvoll ist. In der urtümlichen Region finden Naturliebhaber reizvolle Feriengebiete.

Sehenswürdigkeiten
Von den Sehenswürdigkeiten gibt es hier viele kreuzritterliche Burgen - bischöfliche Schlösser aus dem Mittelalter, die mit den grünen Oasen der wunderschönen Natur und deren lebhaften Denkmälern, Naturparks, bildschönen Flüssen und Tausenden von Seen im engsten Einklang stehen.

Umwelt
Der Schutz der Umwelt hat hier höchste Priorität, neue Industriebetriebe werden nicht mehr angesiedelt, die wenigen bestehenden modernisiert, die Landwirtschaft ist zum Teil schon auf ökologische Produktion umgestellt worden.