Länder Guide Oberstdorf

Mit einer maximalen Ausdehnung von 230 Quadratkilometer ist Oberstdorf nicht nur die drittgrößte Gemeinde in Bayern, Oberstdorf ist darüber hinaus auch die südlichste Gemeinde in ganz Deutschland.

Ungefähr siebzehn Kilometer vom Ortskern entfernt befindet sich mit dem Haldenwanger Eck die südlichste Stelle und mit Einödsbach die südlichste Siedlung in ganz Deutschland.

Speziell Einödsbach ist in jedem Fall eine Reise wert: Auf einer Höhe von 1.113 Metern befinden sich drei Häuser und eine Kapelle. Seit 1613 leben und arbeiten in Einödsbach Menschen. Allerdings belegen heutige Volkszählungen, dass zurzeit gerade einmal zehn Personen in Einödsbach leben.

Die optimale Lage in den Allgäuer Alpen sorgt dafür, dass Oberstdorf sowohl ein Kneipkurort als auch ein heilklimatischer Kurort ist. Darüber hinaus ist Oberstdorf vielen Menschen natürlich wegen seiner imposanten Skigebiete, wie dem Söllereck oder dem Nebelhorn, bekannt.

In ganz Oberstdorf können gut erhaltene Bauernhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert bestaunt werden. Durch die Kombination von altem Fachwerk und den modernen Verzierungen von heute lassen diese Häuser den Betrachter gedanklich in eine längst vergessene Welt eintauchen.

Das besondere am Heimatmuseum in Oberstdorf ist es, dass das Haus aus dem 17. Jahrhundert als eines der wenigen vom großen Brand im Jahre 1865 komplett verschont geblieben ist. Seit 1932 wird das Köchlerhaus als Heimatmuseum genutzt. Unter anderem können hier Exponate aus dem Handwerk, der Musik, dem Alpinismus und der Jagd angeschaut werden. Aber auch der Brauchtum kommt im Heimatmuseum nicht zu kurz. Im Keller des Museums finden darüber hinaus jährlich auch Sonderausstellungen statt.

Zwischen den südlichen Dienersberg und dem nördlichen Krappberg befindet sich der Moorweiher. Um den gesamten Moorweiher herum befindet sich ein sogenannter Lehrpfad. Auf diesem Lehrpfad befinden sich Informationstafeln mit Beschreibungen und Informationen zur gesamten Geologie als auch zur gesamten Flora und Fauna.

Angrenzend an den Lehrpfad befindet sich das Moorbad. Highlight an diesem Moorbad ist es, dass es über echtes Moorwasser, ein Kneipptretbecken, einen Kinderspielplatz, ein Kinderbecken und über eine sehr große Liegewiese verfügt.

Mit einer Höhe von 1.155 Metern ist das ehemalige Bergbauerndorf Gerstruben das höchstgelegene Dorf in ganz Deutschland. Insgesamt besteht Gerstruben aus gerade einmal fünf Häusern und einer Kapelle. Das besondere an den Häusern ist es, dass alle Häuser zwischen 400 und 500 Jahren alt sind. Erste Eintragungen belegen die erste Besiedlung auf das 13. Jahrhundert. Allerdings wurde die Kirche erst im 17. Jahrhundert, nachdem die Pest beseitigt war, errichtet.