Länder Guide Khania Kriti

Khania gehört mit zu den schönsten Städten Kretas. Mit 80.000 Einwohnern ist sie zudem die zweitgrößte Stadt der Insel und liegt in einer Bucht im westlichen Kreta. Die Geschichte der Hafenstadt reicht zurück bis in die Jungsteinzeit.

Architektonische Sehenswürdigkeiten
Khania ist geprägt vom venezianischen Einfluss um das Jahr 1207. Damals gelang es der Republik Venedig, Teile Kretas zu besetzen. Dieser Einfluss ist vor allem in den Bauwerken der Altstadt und des Hafens ersichtlich.

Das Topanas-Viertel ist ein kleiner Geheimtipp. Die Stadthäuser und Paläste mit venezianischen Fassaden haben einen ganz eigenen Charakter. Der Renieri-Palast wurde um 1608 erbaut und ist das Musterbeispiel für die venezianische Architektur.

Die Agora ist eine kreuzförmige Markthalle aus der neoklassizistischen Epoche. Sie liegt im Zentrum des Stadtteils Hania und ist immer vormittags in der Woche geöffnet.

Im Osten der Hafeneinfahrt steht der Faros. Der Leuchtturm wurde erst im Jahr 2006 neu renoviert und saniert. Er steht im Limani, dem Hafen Khanias. Im 14. Jahrhundert wurde er durch Aufschüttung einer Mole erbaut.

Einen Besuch wert ist auch die Stadtmauer. Sie wurde 1583 als Schutz gegen das osmanische Reich erbaut, was allerdings wenig nützte. Heute bietet die Mauer ein beeindruckendes Panorama über den Hafen und die Stadt.

Museen, Kirchen und Denkmäler
Khania ist ein religiöses Gebiet. Hier treffen die unterschiedlichsten Religionen aufeinander. Neben griechisch-orthodoxen Bauten gibt es zahlreiche islamisch-jüdische Gotteshäuser.

Die Ekklisia tis Trimartyris ist die Hauptkirche Khanias. Im Inneren der dreischiffigen Basilika befinden sich Wandmalereien von griechischen Künstlern. Im 13. Jahrhundert gehörte die Agios Nikolaos zum Dominikanerkloster. Heute beherbergt das Gebäude eine griechisch-orthodoxe Kirche.

Sehenswert ist die kleine Kapelle San Rocco. Sie wurde dem heiligen Rochus geweiht und stammt aus der Zeit der Renaissance.

Wer mehr über die archäologische Geschichte Kretas erfahren möchte, der kann das Archäologische Museum besuchen. Es zeigt eine Sammlung von Fundstücken aus der Ur- und Frühgeschichte Kretas.

Der Urlauber kann sich auch auf eine Reise zurück in die byzantinische Zeit begeben. Das Byzantinische Museum zeigt Hinterlassenschaften aus der osmanischen Herrschaft.

Im Schifffahrtsmuseum gibt es zahlreiche Dokumente der Nautik von der Antike bis zur Gegenwart zu sehen.

Khania gedenkt mit einigen Statuen an verschiedene Opfer. Das Hand-Denkmal wurde zur Erinnerung an die versunkene Fähre Heraklion errichtet. Bei diesem Unglück kamen 1966 ungefähr 200 Passagiere ums Leben. In Khania erlebt der Besucher eine reichhaltige Fülle an kulturellen Sehenswürdigkeiten. Die Geschichte hat ihre Spuren hinterlassen, die der Gast in der Architektur und in Museen betrachten kann.