Länder Guide Kèrkyra

Nur wenige Städte sind so mit der griechischen Geschichte und Mythologie verbunden wie die im Nordosten Korfus gelegene Hauptstadt Kèrkyra.

Schon der griechische Name "Kèrkyra" spricht von zwei machtvollen Göttern der Antike. Poseidon selbst, der Gott des Meeres, verliebte sich Korkyra, die die Tochter von Asopus, dem Gott eines großen Flusses, entführte sie auf diese Insel und benennt sie nach seiner Geliebten. Daraus entwickelte sich das heutige Kérkyra. Der berühmte Reisende Odysseus ist genauso Teil der Vergangenheit dieser Stadt wie die bezaubernde Medea.

Die bewegte Vergangenheit von Kérkyra macht sich schon auf den ersten Blick durch die vielseitige Architektur deutlich. Diese Stadt wirkt weniger griechisch als venezianisch und kosmopolitisch. Nicht nur Italiener haben hier ihre Spuren hinterlassen, sondern auch Perser, Römer, Franzosen, Engländer, Deutsche und Osmanen.

Sehenswürdigkeiten

  • Die gesamte Altstadt von Kérkyra wurde 2007 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Kèrkyra bezaubert mit italienischem Flair, vielen kleinen Gassen und Plätzen, Kirchen und Kapellen.
  • Das Herz der Stadt ist die Espianada. Hier treffen sich Einheimische und Touristen, um an warmen Sommerabenden die herrliche Architektur der Arkaden und die malerischen Häuser aus den Cafés heraus zu bewundern.
  • Die "Alte Festung" (Paleo Frourio) wurde auf den Überresten eines alten, byzantinischen Kastells erbaut und sollte eine wichtige Rolle im Kampf der Einwohner gegen die osmanischen Truppen während des 16. Jahrhunderts spielen. Der Name zeugt von der einstigen venezianischen Vorherrschaft.
  • In der Nähe der alten Festung ist der Palast der Erzengel Michael und Georg einen Besuch wert. Von den Briten einst für ihre Gouverneure gedacht und ausgebaut, wartet dort heute das Museum für asiatische Kunst auf einen Besuch.
  • Die "Neue Festung" (Neo Frourio) diente ebenfalls dem Kampf gegen die Türken und wurde später von den Briten ausgebaut. Auf ihrem höchsten Punkt hat der Besucher einen unvergleichlichen Überblick über die ganze Stadt.
  • Dem Inselheiligen, dem heiligen Spiridon, sollte in seiner Kirche auch ein Besuch abgestattet werden. Besonders sein mumifizierter Leichnam ist sehenswert. Wer Glück hat, kann die Einheimischen bei einer Prozession beobachten, bei dem der silberne Sarg durch die Straßen getragen wird.
  • Neben dem asiatischen ist besonders das archäologische Museum in Kèrkyra sehenswert. Wo sonst kann ein Gorgonenfries aus dem 6. Jahrhundert vor Christus bewundert werden?
  • Ebenfalls einen Besuch wert ist das Museum für byzantinische Kunst in der berühmten Kirche Panagia Antivouniotissa. Belohnt wird der Besuch mit einer Vielzahl von eindrucksvollen Ikonen aus der sogenannten kretischen Schule.
  • Unweit der Stadt wartet das von der österreichischen Kaiserin Elisabeth (Sissy) im Neorenaissance Stil erbaute "Achillon" auf Besucher.