Länder Guide Simi

Simi ist eine kleine felsige Insel nahe der türksichen Küste. Sie gehört zur Inselgruppe der Dodekanes.

Schon im Altertum lebte Simi von der Schwammfischerei und dem Schiffbau. Jährlich liefen hier 500 Schiffe vom Stapel. Im 17. Jahrhundert war Simi eine der reichsten Inseln der Dodekanes.

Mit der Besatzung durch die Italiener 1912 und dem Aufkommen von Kunstschwämmen setzte der ökonomische Niedergang der Insel ein. Der Hauptort Simi steht unter Denkmalschutz. Er liegt im Norden der Insel und teilt sich in die zwei Bereiche Kato Poli (Unterstadt) und Ano Simi (Oberstadt). Von Kato Poli führt eine steile Treppe hinauf nach Ano Simi. Sie ist gesäumt von hübschen, klassizistischen Wohnhäusern. Die Fassaden der Häuser sind mit warmen Farben gestrichen. Das gibt dem Ort eine ganz besondere Atmosphäre. Hoch über der Stadt liegt die Johanniterburg.

Nur wenige befestigte Straßen, aber zahlreiche Pisten erschliessen das Inselterrain. Östlich von Simi führt eine Eukalyptusallee entlang von Feldern hinab zum Strand in der Bucht von Pédi. Dorthin zieht es vor allem Einheimische zum Baden. Wassertaxis fahren von hier zu den Buchten von Agios Nikolaos und Agia Marina. In Emborios liegt der zweite Hafen der Insel. Emborios ist ein Ort mit einer langen, bewegten Geschichte. Ganz in der Nähe lag die antike Stadt Metapontis. Besichtigen sollte der Simibesucher unbedingt das Kloster Michail Panormitis. Es wurde Anfang des 18. Jahrhunderts an der gleichnamigen Bucht im Südwesten der Insel errichtet und enthält wunderschöne byzantinische Fresken und eine geschnitzte Chorwand.