Länder Guide Peleponnes

Der Peloponnes gleicht einer ausgestreckten Hand mit Daumen und drei Fingern. Eine Reise auf den Peloponnes ist immer eine Reise zu Mythos und Vergangenheit, zu den großen Städten des antiken Hellas - Mykene, Sparta, Korinth, Epidaurus, Olympia. Nirgendwo sonst in Griechenland finden Sie Sehenswürdigkeiten so zahlreich.

Eine Reise auf den Peloponnes ist auch eine Reise durch die Natur, wie sie gegensätzlicher kaum sein kann. Breite Sandstrände und fruchtbare Täler im Norden, kilometerlange Sandstrände im Westen und rauhe Karstlandschaft im Süden, die immer wieder durchbrochen sind von kleinen Buchten. Im Landesinneren wird die Landschaft von imposanten Gebirgszügen und abgeschiedenen Tälern beherrscht.

Der Seehafen von Patras bildet eine unbeschreibliche Kulisse.

Schließlich ist eine Reise auf den Peloponnes auch eine Reise zu seinen Menschen - in betriebsame Badeorte oder verträumte Bergdörfer, wo Gastfreundschaft selbstverständlich ist. Der Peloponnes ist trotz seiner Vielfalt touristisch immer noch eine terra incognita.

Korinth
In einer fruchtbaren, wasserreichen Küstenebene liegt die geschichtsträchtige Stadt Korinth. Die Gegend um Korinth im Norden des Peloponnes ist immer Durchgangsstation auf dem Weg in das angrenzende Attika gewesen. Schon in der Antike profitierte Korinth von seiner Lage und seiner Funktion als Verkehrsknotenpunkt. Eindrucksvoll dokumentieren die Ruinen Korinths ehemaligen Reichtum. Ihre Besichtigung ist ein absolutes Muß. Der Isthmus von Korinth ist die einzige Verbindung des Peloponnes mit dem europäischen Festland. An der schmalsten Stelle ist er von einem Kanal durchschnitten. Beeindruckend sind die senkrechten 80 m hohen Seitenwände.

Náfplion (Nauplia)
Náfplion ist sehr malerisch mit seinen schmalen Gassen, der schönen Hafenpromenade, den lauschigen Plätzen mit Tavernen und Cafés. Das Flair von Náfplion sucht auf dem Peloponnes seinesgleichen. In Náfplion findet der Tourist alles was er zum Entspannen und zur Zerstreuung sucht. Die Sommernächte sind hier länger als anderswo. Ferner ist die Stadt Ausgangspunkt für Ausflüge nach Mykéne, Epidaurus und Tíryns. In der Umgebung gibt es ausgezeichnete Bademöglichkeiten. Durch seine Lage und Attraktivität ist Náfplion zum Touristenzentrum der Region Argolís avanciert.

Epídaurus
Die Besichtigung der antiken Kultstätte ist ein Höhepunkt jeder Peloponnesreise. Sie liegt in einer weiten Ebene umgeben von sanften Hügeln. Attraktion ist das 2300 Jahre alte Amphitheater, das 14.000 Zuschauer fassen kann. In den Sommermonaten erwacht in einem Festival das antike Theater zu neuem Leben.

Máni
Nackte Berge und felsige Küsten sind die schroffe Kulisse des mittleren Fingers. Symbol der herben Landschaft südlich von Kalamáta sind kleine Dörfer aus dem 17 Jahrhundert mit ihren hohen Wohntürmen die gleichzeitig der Verteidigung dienten. Aufgrund der geographischen Abgelegenheit und der Herausforderungen der Natur entwickelten die Bewohner von Máni ein ausgeprägtes kulturelles Selbstbewußtsein. In der langen Phase der türkischen Herrschaft in Griechenland war Máni nie besetzt.

Messénien
Der westliche Finger des Peloponnes ist fruchtbar. Die Küstenlandschaften und üppigen Ebenen habe Messénien zu einem wohlhabenden Landstrich gemacht. Geschäftiges Zentrum ist Kalamáta, nach Patra die zweitgrößte Stadt des Peloponnes. Messénien eignet sich mit seinen schönen Sandstränden und den hübschen Hafenstädten Pylós, Methóni und Koróni besonders gut für Badeurlaube. Archäologischer Höhepunkte ist Messéne mit seiner beeindruckenden Stadtmauer.

Olympia
Die friedvolle Region am Rande der kargen arkadischen Berge war tausend Jahre lang Austragungsort der Olympischen Spiele. Das Ausgrabungsgelände ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Die nahegelegene gleichnamige Stadt lebt fast ausschließlich vom Tourismus. Jährlich besuchen etwa 800.000 Menschen Olympia.

Elís
Der Nordwesten des Peloponnes besticht durch seine endlosen Sandstrände. Dennoch blieb der Küstenstreifen zwischen Kyparissía und Pírgos von ausländischen Touristen bis heute so gut wie unentdeckt. Hier machen überwiegend Griechen Urlaub. Preise für Übernachtungen und Speisen sind daher unterdurchschnittlich. Die Küstenstädte sind wenig aufregend. Von Elís aus lassen sich viele Sehenswürdigkeiten des Peloponnes bequem und schnell erreichen.

Pátras
Pátras ist die drittgrößte Stadt Griechenlands und die größte des Peloponnes. Für die meisten Touristen ist sie Durchgangsstation. Hier legen die großen Fähre aus Italien an. Das moderne Geschäftszentrum ist wenig einladend. Es ist hektisch, laut und eintönig. Die Oberstadt hingegen reizt mit kleinen, verwinkelten Gassen, der venezianischen Festung, dem Odeion, einem Theater aus römischer Zeit.

Achaía
An der westlich von Pátras gelegenen Nordküste des Peloponnes haben sich einige größere Hotels angesiedelt. Von dem Charterflughafen Aráxos sind diese Hotels schnell zu erreichen. Die Gegend ist ansonsten relativ einsam. An der engsten Stelle des Golfes von Korinth verbindet eine Fähre den Peloponnes mit dem griechischen Festland. Üppige Vegetation kennzeichnet den schmalen Landstrich vor steil abfallenden Berghängen entlang der Nordküste. Jedes Fleckchen Erde wird hier landwirtschaftlich genutzt. Vor allem Griechen schätzen den Küstenabschnitt zwischen Pátras und Korinth.