Länder Guide Südungarn

Charakteristisch für Südungarn bzw. die südliche Tiefebene sind Paprika, auch "Türkenpfeffer"genannt, Sandweine, Aprikosenbrand, Salami und riesige Gänseherden.

Im Frühling blühen die Obstplantagen um Kecskemet. Die vier großen Städte sind Szolnok, Kecskemet, Szeged und Bekescsaba. Brahms preist in seinen "Zigeunerliedern" die schönen Mädchen von Kecskemet, doch auch die Altstadt mit ihrem grünen Blätterdach, den stilvollen Bauten und einladenden Plätzen verdient Beifall.

Auffälligstes Gebäude ist das 1896 nach den Plänen von Ödön Lechner und Gyula Pártos fertig gestellte Rathaus.

Eine Attraktion ist das stündlich erklingende Glockenspiel. Der gespaltene Stein vor dem Rathaus gedenkt des Dramatikers Jozséf Katona, der an dieser Stelle einem Herzinfarkt erlag.

Gegenüber vom Rathaus erhebt sich mit der Franziskanerkirche aus dem 14. Jh. eines der ältesten Bauwerke der Stadt. Links neben der mehrfach umgestalteten und erweiterten Kirche befinden sich die Fundamente der noch älteren Michaelskapelle. Benachbart liegt das ehemalige Kloster, ein Barockbau von 1736. Das Neue Kollegium ist ein burgschlossartiges, auf die siebenbürgische Volksarchitektur verweisendes Gebäude. Das in einem Park gelegene József-Katona-Museum zeigt Ausstellungen zu Archäologie, Ortsgeschichte und Ethnografie. International bekannt ist das in einer ehemaligen Synagoge gegründete Ungarische Fotomuseum.

Das Gebiet westlich von Kecskemet gehört bereits zum landschaftlich geschützten Nationalpark Kleinkumaniens. Der auf einem Sandrücken gegründete Ort Kerekegyhaza ist ein typisches Pusztagroßdorf mit schachbrettartig angelegten breiten Straßen, weiten Plätzen und großen Grünflächen.

Eine Natursehenswürdigkeit sind die spärlich bewachsenen, einst wüstenähnlichen Dünen bei Fülöphaza. Auch der halb verlandete Kolon-See bei Izsak ist ein geschütztes Naturreservat. Kiskunfelegyhaza ist eine typische, großzügig angelegte Landstadt der Tiefebene. Das Zentrum bilden drei weite Plätze. Noch heute zeugen Größe und Pracht des Rathauses vom einstigen Wohlstand der Stadt. Wie die meisten Tieflandstädte, so besitzt auch diese ein Thermalbad.

Die größte Stadt der südlichen Tiefebene - Szeged - liegt an der Mündung der Maros in die Theiß auf uraltem Siedlungsgebiet. Von der Sonne verwöhnt, wird sie auch die "Sonnenstadt" genannt. Der nach 1879 anstelle des früheren Markplatzes angelegte Szechenyi ter lädt zum Verweilen auf einer schattigen Parkbank ein. Gleich hier befindet sich das neobarocke Rathaus. Hinter dem Neorenaissancegebäude des Gerichts errichteten die Theaterspezialisten Hermann Helmer und Ferdinand Fellner 1883 das neobarocke Nationaltheater.

Vorbei an der 1773-78 von serbischen Einwanderern erbauten Orthodoxen Kirche mit schöner Birnenholz-Ikonostase gelangt man zum Wahrzeichen der Stadt, der Votivkirche. Nach dem verheerenden Hochwasser sollen die Stadtväter gelobt haben, die Stadt nicht wieder aufzubauen, ohne auch eine mächtige Kirche zu errichten. Ferienhäuser Südungarn und Ferienwohnungen Südungarn bieten einen gehobenen Standard zu erschwinglichen Preisen.