Länder Guide Neu Moresnet

Spannend ist die Geschichte von Neu-Moresnet in der belgischen Gemeinde Kelmis in der Provinz Lüttich, aufregend und erlebnisreich die mondäne Ardennenlandschaft.

Moresnet gehörte einst dem Herzogtum Limburg an. Früher war es preußisch um die Region Altenberg. Das Tüljetal bildete die römisch-deutsche Grenze. Durch den Ersten Weltkrieg verlor Deutschland diese attraktive Region und musste sie durch den Versailler Vertrag an Belgien abgeben. Heute ist Neu-Moresnet ein sehr gefragter Urlaubsort.

Das Geuldalmuseum ist für alle Gäste ein Wahrzeichen der Stadt durch die langlebige Vergangenheit der vielen Kriege. Ein bekannter Einwohner dieses Ortes war der Sänger Hein Simons, der das wunderschöne Lied von Heintje sang.

Der nächste Ort in der Gemeinde, der leicht zu erreichen wäre, ist Kelmis. Er liegt sehr schön im Dreiländereck Deutschland-Belgien-Niederlande. Eigentlich ist es ein perfekter Ort, um schnell einmal drei Kulturen und Sehenswürdigkeiten gleichzeitig kennen zu lernen, vielleicht nicht an einem Tag, jedoch in der Urlaubssaison. Seit dem frühen Mittelalter wird hier übrigens Zinkerz abgebaut. Attraktiv ist der "Alten Berg" mit seinen Galmaigruben. Bekannt geworden ist dieser idyllische Ort auch durch den Rosenmontagsumzug und den Rheinischen Karneval, der sich aus der deutschen Überlieferung immer noch traditionell durch Kelmis bewährt.

Bis nach Eupen sind es nur 15 Kilometer. Dieser Ort liegt am Naturpark Hohe Venn-Eifel. Ein sehr beschauliches Ambiente bieten die Patrizierhäuser des 18. Jahrhunderts in der Innenstadt. Auf dem Marktplatz bestaunen die Gäste die St.-Nikolaus-Kirche aus dem Jahre 1722. Ein Kriegerdenkmal erinnert an die Spuren der Vergangenheit. Beschaulich sind die Museen und Galerien, interessant, besonders für Kinder und "Naschkatzen" das Schokoladenmuseum.

Ritterlich geht es auf der Burg im Weiler Stockem zu. Es ist das wohl älteste Gebäude Eupens.

In der Nähe befindet sich die Wesertalsperre, die größte Trinkwasserressource Belgiens. Etwa 10 Kilometer entfernt beschauen die Besucher die größte Betonstaumauer, die Gileppe-Talsperre.

Tuchmacher hatten vom 17. Bis 19. Jahrhundert ihre Renaissancezeit. Das Tuchmachergebäude von 1812 ist heute das Haus des Parlaments. Das Kulturgut der Tuchmacherei wurde in der Region und im Dreiländereck schon damals miteinander vernetzt.

Wer Lust hat, kann sich auch einmal in den Nachbarorten Lüttich in Belgien, Aachen in Deutschland oder Vaals in den Niederlanden umschauen. Auch hier warten erlebnisreiche Tage und impressionistische Momente.