Länder Guide Coo

Als touristische Sehenswürdigkeit gelten die Wasserfälle von Coo, die zu den höchsten in Belgien zählen. Aus einer Höhe von 15 Metern stürzt hier der Fluss Amel in die Tiefe. Der kleine Wasserfall entstand vermutlich im 15. Jahrhundert.

Im 18. Jahrhundert erteilte der Fürstabt von Stavelot den Auftrag, den großen Wasserfall zu errichten. Dies könnte möglicherweise eine Schutzmassnahme gewesen sein, um das Petit-Coo, das an dem Mäander liegt, vor Überschwemmungen zu bewahren. Am Fuß der Wasserfälle befindet sich Plopsa Coo. Von hier aus können Besucher mit dem Sessellift zu dem Aussichtspunkt gelangen, der einen großartigen Panoramablick über das Amel-Tal ermöglicht.

Westlich der Wasserfälle von Coo liegt die Stadt Stavelot, in der die an kulturellen und geschichtlichen Sehenswürdigkeiten interessierten Reisenden fündig werden können.

In der im Jahr 2002 renovierten alten Abtei, deren Grundmauern aus dem elften Jahrhundert stammen, befinden sich drei Museen. Eines hat die Historie der Reichsfürstabtei zum Thema, die von dem Abt Wibald von Stablo ausführlich dargestellt wird. Das nächste Museum befasst sich mit Guillaume Apollinaire, dem französischen Lyriker. Im Sommer des Jahres 1899 verbrachte er drei Monate in Stavelot, die für sein Werk von Bedeutung werden sollten. Im dritten Museum dreht sich vieles um die Rennstrecke von Spa-Francorchamps. Zu sehen sind hier zahlreiche Motorräder und Rennwagen sowie Fotos und Dokumente zu den Renn-Highlights. Beleuchtet wird ebenso die Entwicklung der Rennstrecke.

Des Weiteren finden in der Klosteranlage, die auf der Liste von Walloniens Kulturerbe steht und deren separate Gebäude mit Gängen aus Glas verbunden sind, Sonderausstellungen statt, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Weitere interessante Sehenswürdigkeiten in Stavelot stellen unter anderem die Ruinen der Abteikirche Sankt-Remaklus dar, die sich im Vorfeld der Abtei befinden. Abgetragen wurde diese ab dem Jahr 1795 von zwei Einwohnern Stavelots, nachdem es ihnen gelungen war, der Revolutionsregierung die aufgehobene Kirche abzukaufen.

Die Kirche Saint Sébastien beherbergt den Remaklus-Schrein. Dieser belegt eindrucksvoll die unvergleichlich hohe maasländische Goldschmiedekunst. Auch haben in der Kirche Saint Sébastien seit dem Jahr 1268 die Gebeine des namengebenden Heiligen ihre letzte Ruhestätte gefunden. Auf dem Place Saint-Remacle, dem so genannten "Rest von Stavelot", stehen in kleinen Gassen außergewöhnliche Fachwerkhäuser. Ebenso befindet sich hier ein aus dem Jahr 1769 stammender Perron.

Einen Abstecher wert sein kann für Besucher von Coo und dessen Umgebung auch die Rennstrecke Spa-Francorchamps, auf deren Piste der Große Preis von Belgien ausgetragen wird sowie das Naturschutzgebiet Hohes Venn.