Länder Guide Durbuy

Durbuy ist ein Gemeindezusammenschluss in Südbelgien mit der Gemeinde Durbuy als namensgebendes Zentrum. Die Gemeinde liegt am Fluss Ourthe.

Zahlreiche kleine Schlösser, wunderschöne Kalkstein- und Fachwerkhäuser, eine Megalithanlage und unzählige Höhlen am Flusslauf der Ourthe sind die Sehenswürdigkeiten in und um Durbuy.

Sehenswertes in den einzelnen Gemeinden
Das Altstadtbild von Durbuy erscheint heute fast unverändert wie im 17. und 18. Jahrhundert. Die Stadtmauer ist ausschließlich von einem Aussichtspunkt aus sichtbar. Das Schloss an der Ourthe wurde im 11. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sehenswert in Durbuy ist noch die mittelalterliche Getreidemarkthalle.

In den zu Durbuy gehörenden Gemeinden stehen einige alte Bauernhöfe, wie in Izier und manchmal sind nur Ruinen von den Fachwerkhäusern erhalten geblieben, wie in Barvaux. In Lignely und Ozo sind die aus verschiedenen Steinen erbauten Häuser mit "cherbains" eingedeckt. "Cherbains" sind eine dicke Schieferziegeleindeckung. Dafür wurde der Schiefer zu dreieckigen Ziegeln gehauen. Einige Wohnhäuser in Longueville sind heute noch mit schwarzen Ziegeln aus dem 19. Jahrhundert eingedeckt.

Ein Schlossbauernhof mit einer Parkanlage liegt in Verlaine. Die Kirche Saint Walburge in Wéris stammt aus dem 11. Jahrhundert. Teile der Innenausstattung sind aus dem 16. Jahrhundert, wie die Plastik der Heiligen Walburga, die Jungfrauenstatue oder die Orgelnische.

Die Megalithanlage von Wéris
Bereits in Oppagne fällt eine Megalithgruppe auf. In Wéris befindet sich eine beeindruckende Megalithanlage. Über eine Gesamtlänge von ca. acht Kilometern erstrecken sich die einzelnen Megalithfelder mit insgesamt 27 Menhiren, die teilweise in parallel verlaufenden Formationen angelegt wurden. Knochenfunde bei den Menhiren wurden auf ein Alter zwischen 4800 und 5000 Jahren geschätzt. Die einzelnen Felder und Hinkelsteine tragen eigene Namen, wie Heyd, La Longue Pierre, Morville, Oppagne, Ozo, Wéris I und II. Daneben finden sich hier keltische Hünengräber, auch Dolmen genannt. Die Erd- und Steinhügel stammen aus der Jungsteinzeit. Vereinzelt gesellen sich Hinkelsteine um die Dolmen.

Im Freilichtmuseum geht man der neolithischen Ära auf die Spur. Hier wird eine mögliche Methode des Steintransports vorgestellt.

Höhlen an der Ourthe und in der Region
An der Ourthe entlang finden sich viele Höhlen, wie in Bohon, Comblain-au-Pont, Hotton, Juzaine (Grotte du Coléoptère) oder in Villers-Ste-Gertrude.

Ein bekanntes, riesiges Höhlensystem befindet sich in Han-sur-Lesse, die "Le Domaine des Grottes de Han". Während der Führung werden die einzelnen Hallen über Treppen und Gänge passiert. Der Rückweg führt auf dem unterirdischen Fluss wieder nach draußen. In den Hallen gibt es teilweise mächtige Stalagmiten und Stalaktiten. Die imposanteste Halle, "Salle de Dôme", ist annähernd 150 Meter lang, 90 Meter breit und über 60 Meter hoch. Die Hallen werden während der Führung mit künstlichen Lichtern und Tönen erfüllt.