Länder Guide Ieper

Ieper liegt 17 - 45 m über dem Meeresspiegel und hat etwa 35.000 Einwohner. Ieper (frz. Ypres, dt. Ypern) liegt in der westflandrischen Ebene an der Ieper, die in den IJzer mündet.

Der Name Iepers ist eng verbunden mit einigen der erbittersten Schlachten des Ersten Weltkrieges, an dessen Ende die Stadt völlig zerstört war. Sie wurde nach historischen Vorbildern wieder aufgebaut und verströmt heute wieder die Atmosphäre der mittelalterlichen Tuchstadt. Eine wichtige Rolle spielt daher der Fremdenverkehr - auch als Basis für Fahrradausflüge in die Umgebung, aber auch für sehr viele Touristen, die die Kriegsgräber besuchen.

Das alle zwei Jahre am zweiten Maisonntag stattfindende Katzenfest von Ieper ist über die Stadt hinaus berühmt. In einem großen Umzug laufen unter anderem die Riesen Goliath, Robrecht der Friese und vor allem die Riesenkatze Cieper durch die Stadt. Als Höhepunkt werden vom Belfried Plüschkatzen hinabgeworfen.

Am Grote Markt erheben sich die im Stil des 13. Jh.s. wiedererrichtete, 132 m lange Lakenhalle (Tuchhalle). Das ursprüngliche Gebäude wurde um 1260 begonnen und war 1304 vollendet. Es wurde im Ersten Weltkrieg völlig zerstört, doch ist auch der Neubau einer der schönsten und größten Profanbauten Europas. Der Umfang der Halle, in der die Tuche gelagert, geprüft und verkauft wurden, zeigt die Macht der Zünfte innerhalb der Stadt. Über dem Eingangstor sieht man die Statue der Schutzpatronin Onze-Lieve-Vrouw-van Thuyne; in den Nischen die Statuen von Graf Balduin und Maria von Konstantinopel sowie von König Albert I. und Königin Elisabeth. In der Mitte des Gebäudes strebt der 70 m hohe viereckige Belfried in die Höhe, der weit in der umliegenden Landschaft zu sehen ist. Er trägt ein Glockenspiel mit 49 Glocken, das von Juni-Sept. an Sonntagabenden um 21.00 Uhr gespielt wird. Vom Turmumgang genießt man eine prächtige Aussicht in die flandrische Ebene.

Das In Flanders Fields Museum im ersten Stock der Lakenhalle wurde im Jahr 1998 eröffnet und ruft den Stellungskrieg in Flandern im Ersten Weltkrieg wach. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht die großen Schlachten und die Generäle, sondern die einfachen Menschen - Zivilisten wie Soldaten, präsentiert mit modernster Museumstechnik: Computer, Video, Toneinspielungen. Besonders bedrückend ist der Raum, in der der Gaskrieg behandelt wird. An den östlichen Flügeln der Tuchhalle wurde von 1619 an als Rathaus ein Neubau im Stil der spanischen Renaissance angebaut, der ebenfalls rekonstruiert wurde. Ihn schmückt das Wappen des spanischen Königs Philipp II. Ferienhäuser Ieper und Ferienwohnungen Ieper sind bei Touristen sehr beliebt.