Länder Guide Diksmuide

Diksmuide liegt 0 - 10 m über dem Meeresspiegel und verfügt über ca. 15.000 Einwohner. Das flandrische Städtchen Diksmuide (frz. Dixmude), 20 km landeinwärts an der Küste an der IJzer gelegen, wurde im Ersten Weltkrieg durch wochenlangen deutschen Artilleriebeschuss dem Erdboden gleichgemacht.

Heute ist die Stadt im altflämischen Stil wiederaufgebaut und bedeutender Marktort für die hier intensiv betriebene Milchwirtschaft. Die Tatsache, dass bei den fürchterlichen Schlachten entlang der IJerfront auf belgischer Seite vor allem Flamen als einfache Soldaten ums Leben kamen - während das Offizierskorps überwiegend aus Wallonen bestand und Französisch die Befehlssprache war, macht Diksmuide dem IJzertoren-Mahnmal zu einem Ort von hohem Symbolwert für das Selbstverständnis der Flamen.

Am großflächigen Grote Markt stehen das Rathaus mit Belfried und Glockenspiel von 1923 und die Butterhalle. In der Mitte des Platzes ehrt ein Denkmal General Baron Jacques, den Befehlshaber der belgischen Armee. Versetzt hinter dem Rathaus liegt die erst nach 1940 nach Plänen aus dem 12. Jh. wiederaufgebaute Sint-Niklaaskerk.

Nördlich des Marktes erreicht man über den Handzamekanaal den ursprünglich aus dem 12. Jh. stammenden Begijnhof, dessen Häuser im Stil des 17. Jh.s in den zwanziger Jahren wiederaufgebaut wurden. Am Eingang erkennt man eine kleine Figur des Thomas Becket, der auf der Flucht vor Heinrich II. sich hier aufgehalten haben soll.

In der kleinen Godelieve-Kapel werden einige der Kunstschätze, die die Zerstörung überstanden haben, aufbewahrt. Vom Markt kommt man westlich durch die General Baron Jacquesstraat mit dem schönen Gebäude des Stedelijk Museum (Städtisches Museum). Es zeigt außer Kunstgegenständen und Dokumenten zur Stadtgeschichte in einem eigenen Saal auch die Zeit des Ersten Weltkrieges an der IJzer.

Die Ijzerlaan führt ein wenig aus der Stadt hinaus zum weithin sichtbaren, am linken Ufer der IJzer sich erhebenden Mahnmal IJzertoren. Der Turm, ein 84 m hohes Kreuz, ehrt die mehr als 40.000 flämischen Soldaten, die während des Ersten Weltkrieges getötet wurden. Es ist zugleich mit seinem Aufruf "Nie wieder Krieg" ein Mahnmal für den Frieden. Ebenso steht es für das Selbstbewusstsein der Flamen, die im Ersten Weltkrieg annähernd 90 Prozent der einfachen Soldaten der belgischen Armee stellten und die Hauptlast der Kämpfe zu tragen hatten. So sehen viele Flamen heute noch in dem Mahnmal mit den Buchstaben A.V.V. und V.V.K. ein Symbol des Widerstandes und des Kampfes gegen die kulturelle und sprachliche Vorherrschaft der Wallonen. Bequem und komfortabel ausgestattete Ferienhäuser Diksmuide und Ferienwohnungen Diksmuide sind zu günstigen Preisen zu mieten.