Länder Guide Njivice

Das ehemalige Fischerdorf Njivice ist heute ein Ferienort auf der kroatischen Insel Krk, der an der Brücke zum Festland liegt.

Die zahlreichen Sakralbauten, römische Spuren, eine altkroatische Schrift und Außergewöhnliches, das man so nur selten sieht, sind die Sehenswürdigkeiten in und um Njivice.

Sakralbauten auf Krk

  • Die Dorfkirche "Geburt der seligen Jungfrau Maria" in Njivice ist ein moderner Sakralbau von 1905. An ihrer Stelle stand bereits in früheren Jahren eine Kirche, deren Altargemälde aus dem Jahr 1586 in der Sakristei aufbewahrt wird. In der Kirche wurde eine frühromanische Brüstung, ein Pluteus, integriert. Diese wurde in Njivice gefunden und lässt eine schon recht frühe Besiedlung vermuten.
  • Omialj verfügt über mehrere Sakralbauten. Die Kapelle der Heiligen Jelena beispielsweise bewahrt einen Text über den Bau der Wasserleitung für die römische Stadt Fulfinium auf.
  • In der Stadt Krk sind der Dom und die zweistöckige Kirche des Heiligen Kvirin aneinandergelehnt. Der Dom geht auf eine Basilika aus dem fünften Jahrhundert zurück. Dieser ist reich mit Gemälden und Inventar ausgestattet.
  • Die Kirche des Heiligen Dunat aus dem 12. Jahrhundert in Kornic gehört zu den berühmtesten Kirchen an der Küste Kroatiens.
  • Die Kirche Sveti Krevan (mit Anlegebrücke) in der Bucht vor Glavotok diente als Wallfahrtskirche der Fischer und Seeleute.
  • In Baka stehen mehrere Kapellen und Kirchen mit der ältesten Glocke (aus dem Jahr 1431) der Region. Die Pfarrkirche Sveti Trojice ist die größte Barockkirche der Insel und beheimatet ein Museum.

Klosterinsel Koljun
In der Bucht vor Punat liegt die kreisrunde, dicht bewachsene Klosterinsel der Franziskaner. Neben der Klosteranlage selbst ist das Museum mit einer sakralen, numismatischen, ethnografischen und naturkundlichen Ausstellung besonders bemerkenswert.

Römische Spuren

  • An der Küste von Omialj erheben sich die Ruinen von Fulfinium aus dem frühen ersten Jahrhundert. Hier lebten über 500 Jahre lang römische Veteranen.
  • In Krk stammen Teile der Stadtmauer, der Festung und Tempelsäulen noch von den Römern. Genauso wie ein Opferaltar und Überreste eines Mosaiks aus einer Therme. Das Mosaik zeigt die Mythengestalt Triton und verschiedene Meereslebewesen.

Zentrum der glagolitischen Schrift

  • In Jurandvor, einem Dorf bei Baka, wurde 1851 eine Steintafel (0,99 x 1,99 Meter) gefunden, die um 1100 entstanden sein soll. Der 13-zeilige Text stellt eine Schenkungsurkunde dar. Diese Steintafel ist eines der ältesten erhaltenen Dokumente in glagolitischer Schrift, die seit dem neunten Jahrhundert im kroatischen Raum Verwendung fand. In der örtlichen Benediktinerkirche Sveta Lucija ist eine Kopie der Tafel ausgestellt, das Original befindet sich in Zagreb.
  • Der Glockenturm aus dem Jahr 1533 und die Kirche Maria Himmelfahrt (um 1213) in Omialj und das Kanoniker Haus in Krk tragen glagolitische Inschriften, die teilweise aus dem 11. Jahrhundert stammen.
  • Die Pfarrkirche der Heiligen Maria aus dem Jahr 1325 in Vrbnik bewahrt glagolitische Handschriften auf. Hier befinden sich auch eine Renaissancebuchdruckerei und die Büchersammlung der Familie Vitezic. Diese umfasst über 10.000 seltene und wertvolle Bücher, wie einen von nur weltweit zwei existierenden Atlanten von Johann David Köhler. Vrbnik ist zudem der Ursprung von über einem Viertel der noch vorhandenen glagolitischen Schriften.
  • Eine weitere Schriftensammlung bewahrt das Kloster Sv. Marije Magdalene aus dem Jahr 1480 in Porat auf.
  • Zur Kirche des Heiligen Petrus in Gabonjin führt ein Glagoliza-Lehrpfad hinauf.

Weitere Sehenswürdigkeiten und schmale Gassen

  • Ein Fürstengeschlecht auf Krk waren die Frankopanen. In Krk zählt ihr Kastell zu den Wahrzeichen.
  • Eine Besonderheit in Krk ist die Rathausuhr (1538 Ersterwähnung), die 24 Stunden anzeigt.
  • Das Heimatmuseum in Baka und das Museum in Dobrinj stellen Gebrauchs
  • und Kunstgegenstände der Region aus. In Dobrinj befindet sich zudem eine sakrale Sammlung.
  • Die Tropfsteinhöhle Biserujka mit drei Sälen und unzähligen Stalagmiten und Stalaktiten ist 110 Meter lang.
  • Die Häuser in Vrbnik scheinen mit dem Felsen, auf dem sie errichtet wurden, verwachsen zu sein. Zwischen den Häusern sind viele schmale Gassen, die engste ist die Gasse Klancic.