Länder Guide Brodarica

Urlaubsgäste in Brodarica, die auf der Suche nach kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten sind, können diese ganz in der Nähe finden.

Vom Festland gerade einmal etwa 300 Meter entfernt liegt die im Mittelmeer am meisten besiedelte Insel Krapanj. In dem dortigen Kloster Sv. Križ - zu deutsch Heiliges Kreuz, ist ein Museum untergebracht, in dem neben Sammlungen von Korallen, Schwämmen und Amphoren auch antikes Geschirr zur Schau gestellt wird. Von Zeit zu Zeit dient das Kloster auch als Aufbewahrungsort für weitere wertvolle und geschützte Exponate.

Im rund fünf Kilometer von Brodarica entfernt liegenden Sibenik befinden sich zahlreiche weitere interessante Sehenswürdigkeiten. Die im 14. Jahrhundert mit dem Kloster gegründete Franziskanerkirche verfügt über eine zum Teil aus der venezianischen Epoche stammende Innenausstattung. Vier Altäre - alle im barocken Stil gefertigt, sowie die kleine Orgel erweiterten die Ausstattung im 17. Jahrhundert. Von den Franziskanermönchen angefertigte Handschriften sind auch heute noch in der Klosterbibliothek zu besichtigen.

Der attraktivste Stadtteil Sibeniks wird noch immer von der teilweise erhaltenen doppelten Stadtmauer umgeben. Für dalmatische Seefahrer und deren Angehörige wurde die Nikolauskirche errichtet. Diese Renaissancekirche zeichnet sich dadurch aus, dass anstelle der üblichen religiösen Ikonen hier Schiffsmodelle die Innenausstattung dominieren. Die Barbarakirche wurde an das Stadtmuseum angeschlossen, Gottesdienste werden hier nicht mehr abgehalten.

Zwei Flügel des Fürstenpalastes, der zum Anfang der venezianischen Regentschaft errichtet wurde, haben die Zeiten bis heute überdauert. Sie dienen jedoch nicht mehr als Domizil für Würdenträger, sondern werden unter anderem als Lagerstätte für Ausgrabungsgegenstände, volkstümliche Kunst sowie verschiedene Skulpturen genutzt.

Die Kathedrale des Heiligen Jakob, deren Baubeginn im Jahr 1431 erfolgte, gehört seit dem Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Relikte aus der Römerzeit kamen auf dem Gelände der Festung der heiligen Ana zum Vorschein. Heute bestehen von der ehemaligen Verteidigungsanlage nur noch die Außenmauern sowie der angrenzende Friedhof. Der Platz der Republik, der auch als Domplatz bezeichnet wird, ist umgeben von der Kathedrale Sveti Jakov, dem Rektorenpalast, der Stadtloggia sowie dem Dalmatinac-Denkmal.

Das heute zwischen Stadtmauer und Hausfassaden versteckt liegende Seetor wurde seinerzeit aus zwei Gründen erbaut. Einerseits sollte es bei einer Eroberung der Stadt durch Landstreitkräfte den Bürgern als Fluchtweg dienen, zum anderen sollten feindliche Attacken von der Seeseite abgewendet werden. Mit der Festung Subicevac schützte sich Sibenik in früheren Jahren gegen Angriffe aus dem Osten. Die Festung hatte maßgeblich dazu beigetragen, dass es türkischen Truppen nie gelang, die Stadt einzunehmen.