Länder Guide Jelsa

Die Hafenstadt Jelsa liegt an der Nordküste zwischen den beiden höchsten Bergen der kroatischen Insel Hvar.

Die Geschichte der Stadt lässt sich bis in das 14. Jahrhundert zurück verfolgen. Zu dieser Zeit war Jelsa eines der wichtigsten Schiffsbauzentren und einer der größten Handelshäfen an der Adriaküste. Die unmittelbare Umgebung der Stadt wurde allerdings schon wesentlich früher von den Griechen besiedelt. Sie haben eine Reihe von Kastellen errichtet, die seinerzeit dazu dienten, vor Angriffen von türkischer Seite zu warnen.

Die Weinbautradition der Insel lässt sich bis in das 6. Jahrhundert vor Christus zurück verfolgen. Aber auch der Weinanbau in seiner heutigen Form hat eine lange Geschichte. Seine Grundlagen haben die römischen Legionen geschaffen. Jelsa fühlt sich bis heute diesem Teil seiner Historie verpflichtet. Oberhalb der Stadt baute man in enger Zusammenarbeit mit Historikern und Experten einen Römischen Weinkeller nach.

Die Kultur der Stadt wurde intensiv durch den Einfluss der katholischen Kirche geprägt. Zu den sehenswerten Kirchen und Kapellen gehört ohne Zweifel die Burgkirche Zur Hl. Maria. Die älteste Kirche der Stadt, St. Maria Himmelfahrt aus dem 16. Jahrhundert, wurde teilweise als Festung ausgebaut. Sie wird noch heute als Pfarrkirche genutzt. Besucher können hier eine Reihe wertvoller Kunstschätze entdecken, unter anderem den Polyptychon von Urban de Surgge von Bayern. Der Kirchhof lädt zur Besichtigung des Lapidariums, einer Sammlung von Steindenkmälern aus der Antike und dem Mittelalter, ein.

In der Altstadt finden die Gäste die Kapelle des Heiligen Ivan an dem gleichnamigen Platz, dem vielleicht schönsten Ort der Stadt. Die kleine Kirche St. Michael steht in Mitten der im 13. Jahrhundert erbauten ersten Häuser. Mittelpunkt eines neueren Stadtzentrums, der heutigen Altstadt, ist ebenfalls eine Kirche, die des Heiligen Johannes. Rund um den städtischen Marktplatz mit der Kirche haben die Familien der Schiffsbauer ihre Renaissance- und Barock-Häuser gebaut.

Bis in die Antike hinein reicht die Geschichte der Stadtmauer zurück. Die erhaltenen Teile der Mauer mit den Öffnungen im unteren Teil, in denen damals die Wachhabenden standen, sind heute zwischen 2,5 und 3 Meter hoch. Weitere Reste der Mauer sind Teil des heutigen Friedhofs. Sie gehörten zu dem Augustinerkloster, der Eremitage, aus den Jahren 1605 bis 1787. Von der Klosterkirche ist noch der Turm erhalten.

Der Stadtpark von Jelsa aus dem Jahr 1870 gehört zu den größten und schönsten Parkanlagen in Dalmatien. Inmitten großer Pappeln, Palmen, Pinien und Akazien, von Oleander, Lorbeer und anderen mediterranen Pflanzen umgeben, thronen hier die Denkmäler des Seefahrers Kapitän Niko Dubokovic und des Komponisten Antun Dobroniv.