Länder Guide Liznjan

Das erste Mal in den Annalen erwähnt wurde das kleine Fischerdorf an der Südspitze Istriens im Jahr 990. Sehenswert sind unter anderem Mauerreste aus der Antike, bei deren Ausgrabungen ein Kalksteinkapitell aus dem fünften Jahrhundert freigelegt wurde.

Ein Eldorado für kulturelle Sehenswürdigkeiten finden Besucher in dem etwa zwölf Kilometer nordwestlich von Liznjan gelegenen Pula. In der Arena von Pula, dem Amphitheater, wird dem Reisenden monumentale römische Baukunst vor Augen geführt. In dem 132 mal 105 mal 33 Meter großen Oval fanden hier zu Zeiten des Römischen Reiches traditionelle Gladiatorenkämpfe sowie Tierhatzen statt.

Heute geht es in der Arena friedlicher zu. Das Theater dient nun Freilichtveranstaltungen wie Konzerten oder Sportevents. Besichtigt werden können die unterirdischen Gänge des Amphitheaters, die heute als Ausstellungsräume verwendet werden.

Auf dem Platz der Republik - auch Forum genannt, steht der Augustustempel. Dieser zwischen den Jahren 2 und 14 vor Christus errichtete Tempel war der Göttin Roma sowie Kaiser Augustus gewidmet. Später diente das Bauwerk auch als Getreidesilo. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde es als Museum für Steindenkmäler genutzt. Heute beherbergt der Augustustempel Ausstellungen von Stein- und Bronzestatuen.

Das Archäologische Museum Istriens zeigt seinen Besuchern Fundstücke aus Wohnhöhlen von Istrien sowie den Kvarner Inseln. Neben dem Schatz des König Epulon sind etwa 3000 Funde aus der Ära der Histrer zu bewundern.

Das älteste Bauwerk Pulas ist der Triumphbogen Porta Herculea. Errichtet wurde dieser im ersten Jahrhundert vor Christus. Im Jahr 30 vor Christus gab der römische Gouverneur Salvia Sergius den Auftrag, dieses Tor als Denkmal zu Ehren römischer Würdenträger zu errichten.

In der Maksimilianova steht die Basilika Marija Formosa. Im Laufe der Zeit wurde ihre Bausubstanz durch Plünderungen erheblich beschädigt. Heute entspricht sie deshalb nicht mehr ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild, weil viele Teile zum Bau der San-Marco-Kirche in Venedig zweckentfremdet wurden. Wandmalereinen und Mosaike dagegen sind immer noch sichtbar. Geschichten zufolge soll die byzantinische Basilika in ihrer Blütezeit der Basilika in Porec ebenbürtig gewesen sein.

Im Zentrum von Pula, neben der Hauptstraße am Hafen, befindet sich der Dom mit Campanile. Erbaut zwischen dem vierten und fünften Jahrhundert wurde er mehrmals ein Raub der Flammen, doch nach jedem Brand erfolgte der Wiederaufbau. Bodenmosaike, Kirchenwände und Fenster des Seitenschiffs wurden in gotischer Bauweise erstellt. In den Jahren 1671 bis 1707 fand die Errichtung des Glockenturms statt. In alter Tradition wurden hierfür Steinblöcke aus dem Amphitheater verwendet. Der Sitz der Stadtregierung ist das im Jahr 1296 gebaute Pulaer Rathaus.