Länder Guide Vrbnik

Vrbnik ist eine der sieben Gemeinden auf Krk - einer kroatischen Insel in der nördlichen Adria. Krk bildet zusammen mit der Insel Cres die größte Adria-Insel und liegt südöstlich von Rijeka in der sogenannten Kvarner Bucht.

Vrbnik - mit rd. 1300 Einwohnern die kleinste der Insel-Gemeinden, befindet sich an der mittleren Ostküste von Krk.

Die Lage des Ortes wird bestimmt durch den rd. 50 Meter über das Meer aufragenden Felsen, auf dem Vrbnik erbaut wurde.

Die Geologie des Felsen hat das Ortsbild bis heute wesentlich bestimmt. Die steinernen Häuser und Gassen mussten sich den natürlichen Gegebenheiten anpassen. So kommt es, dass in Vrbnik zum Teil sehr enge Gassen zu finden sind.

Eine Sehenswürdigkeit ist die kaum einen halben Meter breite Gasse Klancic (Engpass), vielfach auch als engste Gasse der Welt bezeichnet. Vrbnik stellt aber durch seine Lage und seine Bauweise insgesamt eine Sehenswürdigkeit dar.

Wahrzeichen Vrbniks ist die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt mit ihrer gotischen Rosenkranzkapelle im Zentrum, deren Glockenturm den Ort weithin sichtbar überragt. Kunstvolle Deckenmalereien und reich verzierte Altäre machen die Kirche auch von innen sehenswert. Außerdem gibt es in dem Ort weitere interessante Kapellen.

Urkundlich erstmals um 1100 erwähnt, hat Vrbnik im Wesentlichen die historische Entwicklung Krk's geteilt. Im Lauf der Jahrhunderte haben nach den Römern vor allem Venezianer, Ungarn und Österreicher, in neuerer Zeit auch Franzosen und Italiener die Geschicke der Insel bestimmt.

Bedeutend für Krk war das Fürstengeschlecht der Frankopanen, die auch in Vrbnik ursprünglich ein Kastell errichteten, von dem aber kaum noch Spuren erhalten sind.

Vrbnik ist ein Zentrum der sogenannten glagolitischen Schrift. Es handelt sich dabei um die älteste slawische Schrift überhaupt aus dem 9. Jahrhundert nach Christus. Rund ein Viertel der noch erhaltenen glagolitischen Schriften kommen aus Vrbnik. Das glagolitische Erbe kann in der Bibliothek des Dinko-Vitezic-Hauses am Stadtplatz besichtigt werden. Die Biliothek enthält rd. 15.000 Werke, darunter viele glagolitische Schriften aus dem 14./15. Jahrhundert. Weitere bekannte Ausstellungsstücke sind das Missale aus Vrbnik ebenfalls aus dem 15. Jahrhundert und ein Weltatlas von Johann David Kochler aus dem Jahre 1718.

Aber auch in der Umgebung Vrbniks gibt es Interessantes zu sehen. Unweit des Ortes liegt zum Bespiel die Nachbargemeinde Dobrinj - selbst ein uralter Ort mit zahlreichen historischen Kirchen und Kapellen.

Auf dem Gebiet der Gemeinde befindet sich die Tropfsteinhöhle Biserujka. Auf einer Länge von 110 m können hier in drei Sälen Tropfsteingebilde besichtigt werden. Die Besichtigung ist im Rahmen von Führungen möglich.