Länder Guide Pazin

Die Stadt Pazin, die häufig die Staatszugehörigkeit wechselte, liegt mitten in der Gespanschaft Istrien in Kroatien. Aufgrund seiner historischen Bedeutung gibt es hier viele Sehenswürdigkeiten, die an die Geschichte Pazins erinnern und noch immer wichtiger Bestandteil im alltäglichen Leben der Paziner sind.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören:

Die aus dem Mittelalter stammende Paziner Burg, die einige verschiedene Besitzer hatte. Zu ihnen gehört das Haus Habsburg (Österreich), Napoleon (für Italien), der Graf Monticceli (Italien), ab 1945 dann Jugoslawien und erst dann wurde Pazin Teil von Kroatien. Die Burg diente als Herrschersitz, Zufluchtsort und auch ein Gefängnis sowie eine Kapelle mit Altar befinden sich darin. Sie wurde durch Kriege teilweise zerstört und wieder aufgebaut. Nach dem 2. Weltkrieg gestaltete man die Burg zu einem Museum um, seitdem ist sie Besuchern zugänglich, die dort etwas über die Geschichte Pazins erfahren und in der sich das Ethnographische Museum Istriens befindet.

Die immergrüne Paziner Schlucht befindet sich direkt unter der Burgmauer, durch die Schlucht fließt ein Fluss, der in einer Bodenspalte, dem sogenannten Schluckloch, verschwindet. Die Schlucht ist über eine Treppe zu erreichen. Berühmte Schriftsteller wie Jules Verne wurden durch dieses einzigartige Naturschauspiel zu ihren Romanen inspiriert.

Die Pfarrkirche St. Nikolaus wurde im 13. Jahrhundert errichtet und dann im Laufe der Jahrhunderte erweitert. Wunderschön ist das gotische Netzgewölbe des Presbyteriums mit dem Freskenzyklus, das im 15. Jahrhundert entstand. In der Kirche befinden sich eine große Kirchenorgel und ein 45 Meter hoher Glockenturm.

Das Franziskanerkloster im spätgotischen Stil stammt aus dem 15. Jahrhundert. Das in der Altstadt stehende Gebäude steht unter Denkmalschutz und ist wichtiger Teil der Geschichte Pazins. Das Kloster ist heute immer noch ein wichtiger Bestandteil der Stadt. Der größte Feiertag der Franziskaner, Rim genannt, wird hier begangen. Der Legende nach wir jedes Jahr am 2. August jeder, der das Kloster besucht, Sündenablass bekommen.

Als relativ neues Gebäude ist das ehemalige bischöfliche Seminar sehr beeindruckend. Das monumentale Bauwerk entstand vor dem 1. Weltkrieg und sollte ursprünglich als Schülerheim genutzt werden. Nachdem es erst dem Institut Fabio Filzi als Unterkunft diente, wurde es im 2. Weltkrieg von den Armeen genutzt. Seit 1945 werden hier bischöfliche Priesterseminare abgehalten und seit 1993 ist das Bauwerk ein klassisches Gymnasium und damit eine der ersten privaten Mittelschulen in ganz Kroatien.

Das Erinnerungshaus, das heute den gesellschaftlichen Mittelpunkt der Stadt darstellt, wurde erbaut, als Istrien endgültig kroatisch wurde. Hier befinden sich die Stadtbibliothek und diverse Ausstellungsräume sowie Konzert- und Kinohallen.