Länder Guide Ronneby

Ronneby verfügt über etwa 29.000 Einwohner. 1387 erhielt Ronneby erstmalig das Stadtrecht. Im 19. Jahrhundert wütete hier ein verheerender Stadtbrand, nach dem Ronneby wieder neu aufgebaut werden musste.

Die schwedische Stadt in Blekinge ist einer der frühen, großen Kurorte internationalen Zuschnitts gewesen, wie Davos, Bath oder Söderköping. Im Jahr 1705 wurde mit der Entdeckung der eisenhaltigen Quelle aus Ronneby das mondäne Ronneby brunn, wohin in der Folgezeit die reichen Schweden zur Erholung gingen. Das alte Kurhotel, ein schöner Holzpalast, brannte zwar im Jahr 1959 ab, aber ein neu errichteter Hotel- und Konferenzkomplex bietet weiterhin luxuriöse Unterkünfte im sehr schönen und gepflegtem Kurpark. Dort spaziert man zwischen herrlichen alten Laubbäumen, exklusiven bzw. stilvollen Villen und kleinen Bachläufen.

Das niedliche Städtchen erhält einen besonderen Charakter durch den kleinen Fluss Ronnebyå, der in der Umgebung richtige Stromschnellen entwickelt.

Von der mittelalterlichen Siedlung Ronneby konnten nur Teile der schönen Heiligkreuzkirche erhalten werden. Der Rest fiel leider Feuer und Krieg zum Opfer. Die Fresken mit Abbildung des Totentanzes stammen im Übrigen aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Bei der historischen Kirche Heliga Kors kyrka (Heilig-Kreuz-Kirche) aus dem 12. Jahrhundert liegt auch der Ortsteil Berglagen mit malerischen Holzhäusern, die vom Großfeuer im Jahr 1864 verschont wurden, und dem interessanten Heimatmuseum im Mölle Backagården. In der Kirche befinden sich zum Beispiel Kalkmalereien, vor allem an der Decke. Während des Dreikronenkrieges kam es hier zu einem furchtbaren Gemetzel, obwohl sich die Dorfbewohner in einem kirchlichen Gebäude verschanzten, wurden sie dennoch getötet.

Der Kurpark Brunnspark bringt Erholung und Entspannung im Grünen.

Der Runenstein von Björketorp liegt ganz in der Nähe von Ronneby und zieht viele Touristen an. Die schwedische Kurstadt ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Kurz hinter Ronneby folgt auf der Route Edestads kyrka aus dem 13. Jahrhundert mit einem alten Glockenturm aus dem Jahr 1512. Im Inneren sind die verzierte Kanzlei und die Bankreihen äußerst sehenswert.