Länder Guide Llançà

Llançà – vom Fischerdorf zum Ferienort
Der Ferienort Llançà liegt im äußersten Nordosten Spaniens an der Küste des Mittelmeeres rund 15 km südlich der Grenze zu Frankreich, er gehört politisch zur Provinz Girona und ist damit Teil der Autonomen Gemeinschaft Katalonien.

Dieser Küstenabschnitt am Fuße der Pyrenäen wird als Costa Brava bezeichnet, das "wilde Küste" bedeutet. Der Name beschreibt sehr zutreffend die überwiegend felsige und unwegsame Ausbildung der Küstenlinie mit nur wenigen, kiesigen oder sandigen Badebuchten.

Die Bewohner von Llançà lebten früher vom Fischfang und der Erzeugung von Wein und Olivenöl, durch den Anschluss an die Eisenbahn im Jahr 1887 begann der Wandel vom Bauern- und Fischerdorf zum Urlaubsort. Heute hat die Gemeinde ca. 4.700 Einwohner, die auf einer Fläche von 28 Quadratkilometer leben, die Haupterwerbszweige sind Tourismus und Fischfang. Die oft durch den Sommertourismus verursachten negativen Auswirkungen auf das Landschaftsbild sind in Llançà nicht zu sehen. Die natürlich gewachsene Struktur des Ortes ist von Hotelbettenburgen verschont geblieben, Ferienhäuser Llançà und Ferienwohnungen Llançà sind hier die eindeutig dominierenden Urlaubsdomizile.

Das Städtchen Llançà setzt sich aus zwei früher eigenständigen Ortsteilen zusammen, die heute miteinander verbunden sind. Der ursprüngliche Hauptort mit dem historischen Ortskern befindet sich rund um die Plaza Mayor, auf der im Jahr 1870 der "Baum der Freiheit" gepflanzt wurde. Auch der ehemalige kleine Fischerhafen Port de Llançà hat sich mittlerweile zu einem Wohngebiet weiter entwickelt. Direkt neben dem Fischereihafen wurde ein Sporthafen eingerichtet, die Liegeplätze sind für Boote bis 12 m Länge geeignet. Anschließend beginnt der ca. 350 m lange Hauptstrand, der aus dunklem Sand besteht und teilweise mit Kies vermischt ist.

Zusätzlich gibt es außerhalb des Ortes entlang der Küste noch einige kleine Buchten, die zum Baden und Sportfischen einladen. Der gesamte Küstenabschnitt gilt als ein ausgezeichnetes Revier für Taucher, Segler und Surfer. Einziger Nachteil ist der Tramuntana, ein heftiger Fallwind aus den Bergen, der sogar von den einheimischen Fischern gefürchtet wird.

Auf dem Heimweg vom Strand lohnt sich ein Besuch der 1691 erbauten Hafenkapelle Mare de Deu und der Kapelle Sant Silvestre e Terrer aus dem 11. Jahrhundert.

Für eine Fahrradtour oder eine Wanderung ist die romanische Klosterruine Sant Pere de Rodes zwischen Llançà und Port de la Selva ein lohnenswertes Ziel. Zu empfehlen ist auch ein Ausflug in die Provinzhauptstadt Girona (Kathedrale, Festung, Judenviertel, Arabische Bäder) und nach Figueres, der Geburts- und Grabstätte des berühmten Künstlers Salvadore Dali.

Der Naturpark Cap de Creus gewährt den Besuchern auf einer Rundtour Einblicke in das besondere Ökosystem der Küstenlandschaft, und in einem Schiefersteinbruch etwas außerhalb von Llançà dürfen Mineraliensammler auf einen außergewöhnlichen Fund hoffen (Feldspat, Quarz, Almandin).

Am Abend können sich die Urlaubsgäste in Restaurants, Bars und Discos entspannen, für Biertrinker gibt es den Pub "T 7" an einem speziellen Platz – direkt gegenüber der Hafenkapelle.